Kinderneurochirurgie

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Das Klinikum Braunschweig verfügt über eine große Kinderklinik mit eigener, sehr leistungsfähiger Frühgeborenen- und Intensivstation und einem Schwerpunkt zur Behandlung kindlicher Tumoren (Prof. Koch, Dr. Eberl, Dr. Richter). Für Kinder mit operativ zu behandelnden Erkrankungen an Hirn oder Rückenmark und bei der Intensivtherapie von Unfallverletzungen arbeitert die Kinderklinik eng mit der Neurochirurgie zusammen.

Bei welchen Krankheitsbildern ist die Operation geeignet?

Hirntumoren bei Kindern sind selten, können durch ihre rasche Vergrößerung aber schnell zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Sie müssen aufgrund der beim Kind rascheren Ausbildung einer Hirndrucksteigerung schnell und gezielt behandelt werden. Dabei sind Hirnwasserableitungen und Tumorentfernungen durch Schädeleröffnungen gelegentlich notfallmäßig, nachts oder am Wochenende erforderlich. Die Nachbehandlung erfolgt dann gemeinsam mit der Anästhesie und der Intensivstation der Kinderklinik. Von hier aus werden Rehamaßnahmen und ggf. eine Tumor-Chemotherapie angeschlossen.

Im Rahmen von Blutungen oder Infektionen unter der Geburt können Kinder einen Hirnwasseraufstau („Wasserkopf“) entwickeln. Hier ist eine rasche Ableitung des Hirnwassers mit Beseitigung der Entzündung oder von Blutresten und nachfolgender Versorgung mit einem ableitenden Ventilsystem erforderlich. Die Ventilsysteme sind in der Regel von außen einstellbar, sodass eine Anpassung an die Bedürfnisse des Kindes möglich ist. Wir führen regelmäßige Kontrollen und Beratungen bei ventilversorgten Kindern in unserer kinderärztlichen Sprechstunde oder dem MVZ der Neurochirurgie durch.

Bei Kindern gibt es gelegentlich Fehlbildungen der Schädelform oder von Wirbelsäulenanteilen. Hier sind Korrektureingriffe zur Wiederherstellung einer normalen Schädelform innerhalb der ersten 6 Monate sinnvoll. Auch dies erfordert eine gute Zusammenarbeit zwischen der Kinderklinik, der Neurochirurgie und der Kinderanästhesie und Intensivmedizin.

Fehlbildungen bei Kindern durch versprengtes Gewebe im Gehirn oder zentralen Nervensystem können ein Tumorwachstum immitieren. Bei Vergrößerung oder Auftreten von Symptomen ist die Entfernung über eine Schädeleröffnung sinnvoll, gelegentlich können kleine Zufallsbefunde auch in ihrem Verlauf beobachtet werden. Wir empfehlen eine Beratung und Kontrolle in unserer Sprechstunde.