Rettungssanitäter/-in

Sekretariat Bildungs- & Veranstaltungszentrum & Schule für Rettungssanitäter

Anja Elfroth

Naumburgstraße 15, 38124 Braunschweig
Leitung Rettungsschule, Pädagogische Leitung der Weiterbildung zur Fachkraft für Notfallpflege Matthias Riesen
Leitung Rettungsschule, Pädagogische Leitung der Weiterbildung zur Fachkraft für Notfallpflege

Matthias Riesen

Naumburgstraße 15, 38124 Braunschweig

Berufsbild

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter stellt seit 1976 die Grundqualifikation des im Rettungsdienst tätigen Mitarbeiters dar und hat auch weiterhin Bestand. Die Aufgabe des Rettungssanitäters besteht darin, eigenverantwortlich qualifizierte Krankentransporte durchzuführen sowie gemäß des aktuellen Standes des niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes die Fahrer- und Helferfunktion in der Notfallrettung auszuüben.

Der notfallmedizinische Wandel hat auch in der Ausbildung zum Rettungssanitäter Einzug gehalten. Standen einst ausschließlich medizinische Themenbereiche im Fokus, so sieht die aktuelle Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zunehmend auch Unterweisungsinhalte im Segment der Softskills, wie das Zusammenarbeiten in Gruppen und Teams, als wesentlichen Ausbildungsbestandteil vor.

Voraussetzung

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter kann begonnen werden, sobald der Auszubildende das 17. Lebensjahr vollendet und einen Nachweis über einen Hauptschulabschluss, eine gleichwertige Schulbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung hat. Die körperliche und gesundheitliche Eignung für die berufliche Tätigkeit ist ebenso nachzuweisen wie Deutschkenntnisse und ein Erste- Hilfe-Kurs im Umfang von 9 Stunden à 45 Minuten.

Ausbildungsablauf

Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sieht wie in der Ausbildungsstruktur der Notfallsanitäter eine dreigliedrige Aufteilung vor. Die insgesamt 520 Stunden andauernde Ausbildung teilt sich in folgende Ausbildungsabschnitte:

  • die theoretische Ausbildung,
  • das Klinikpraktikum,
  • das Rettungswachenpraktikum,
  • den Abschlusslehrgang und
  • die Prüfungen.

Theoretische Ausbildung
(160 Stunden)

Die theoretische Ausbildung findet an einer staatlich anerkannten Schule für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter statt.

Die Ausbildung soll dazu befähigen:

  • Maßnahmen auszuwählen, durchzuführen und zu dokumentieren (46 Std.)
  • Notfallsituationen zu erkennen, zu erfassen und zu bewerten (20 Std.)
  • In Notfallsituationen lebensrettende und lebenserhaltende Maßnahmen durchzuführen (46 Std.)
  • Bei Diagnostik und Therapie mitzuwirken (20 Std.)
  • Betroffene Personen zu unterstützen (10 Std.)
  • In Gruppen und Teams zusammenzuarbeiten (10 Std.)
  • Qualitätsstandards im Rettungsdienst zu sichern (4 Std.)
  • Tätigkeiten in der Notfallrettung und dem qualifizierten Krankentransport auszuüben (4 Std.)

Klinikpraktikum
160 Stunden

Im Klinikpraktikum wird das in der theoretischen Ausbildung erworbene Wissen in der Praxis angewendet. Zu diesem Zweck sind folgende Praktika vorgesehen:

  • Praktikum auf einer Pflegestation (40 Std.),
  • Praktikum in der Notaufnahme (40 Std.),
  • Praktikum in der Anästhesie (40 Std.) sowie
  • Praktikum auf der Intensivstation (40 Std.)

Die Ausbildung soll dazu befähigen:

  • Die Grundzüge der klinischen Abläufe sowie die allgemeinen Grundlagen der Hygiene und Dokumentation zu beherrschen
  • Mit den Patienten eine Vertrauensgrundlage für die Betreuung herzustellen
  • Sich einen Überblick über den Zustand der Patienten zu verschaffen
  • Den Patientenzustand zu bewerten und dabei die Grenzen der eigenen Kompetenz zu erkennen
  • Die in die eigene Kompetenz fallenden notwendigen Maßnahmen abzuleiten und durchzuführen
  • Bei weiteren Maßnahmen zu assistieren
  • Die möglichen Alternativen zur Atemwegssicherung anzuwenden

Rettungswachenpraktikum
(160 Stunden)

Im Rettungswachenpraktikum werden die in der theoretischen Ausbildung und im Klinikpraktikum erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten unter Anleitung und Aufsicht von Lehrrettungsassistenten und Notärzten umgesetzt und vertieft.

Die Ausbildung soll dazu befähigen:

  • Die Grundzüge der rettungsdienstlichen Abläufe sowie die allgemeinen Grundlagen der Hygiene und Dokumentation zu beherrschen
  • Mit den Patienten eine Vertrauensgrundlage für die Betreuung herzustellen
  • Sich einen Überblick über den Zustand der Patienten zu verschaffen• Den Patientenzustand zu bewerten und dabei die Grenzen der eigenen Kompetenz zu erkennen
  • Die in die eigene Kompetenz fallenden notwendigen Maßnahmen abzuleiten und durchzuführen
  • Bei weiteren Maßnahmen zu assistieren
  • Ausgewählte Maßnahmen nach Anweisung unter Aufsicht durchzuführen
  • Eigenverantwortlich Krankentransporte durchzuführen

Abschlusslehrgang und Prüfung

Der eine Woche (mind. 40 Stunden) andauernde Abschlusslehrgang dient der Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung. Die staatliche Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem fachpraktischen und einem mündlichen Teil.

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