Diagnostik und Behandlung bei Speicheldrüsentumoren

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Vorsorge & Prävention

Es sind keine etablierten Maßnahmen der Vorsorge und Prävention von Speicheldrüsentumoren bekannt. Bei dem relativ häufigen gutartigen Tumor, dem Zystadenolymphom, scheint es sich jedoch um eine Neigung des Drüsengewebes zu handeln, einen derartigen Tumor auszubilden, so dass er auch wiederholt auftreten kann.

Ursachen & Symptome

Ursachen

Wie Speicheldrüsenkrebs entsteht, ist weitgehend unbekannt.

Symptome

Neben einer teils fest, mehr oder weniger schmerzhaften, langsam an Größe zunehmender Knotenbildung ist vor allem das parallele Auftreten einer Gesichtslähmung ein Zeichen für einen bösartigen Speicheldrüsentumor.
(ACHTUNG: eine Gesichtslähmung alleine, OHNE Tumor, ist dagegen selten Zeichen eines bösartigen Tumors.)

Die meisten Speicheldrüsentumore sind jedoch gutartig. Bei der Ohrspeicheldrüse liegt die Quote bei 80%, bei der Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse bei ca. 50%. Im Gegensatz zu den bösartigen Tumoren zeichnen sich gutartige Tumore durch ein langsames und schmerzfreies Wachstum aus.

Diagnostik

In allen Fällen von Speicheldrüsentumoren ist eine chirurgische Entfernung notwendig, um festzustellen, ob ein Tumor der Speicheldrüsen gut- oder bösartig ist. Dies erlaubt gleichzeitig mit sehr hoher Sicherheit, den Gesichtsnerven sicher zu schonen. Probeentnahmen, Punktionen oder Exzisionen aus einem Speicheldrüsentumor sind dagegen nur in seltensten Ausnahmefällen statthaft. Bildgebende Verfahren können nur die Lagebeziehung zu angrenzenden Strukturen sowie die Ausdehnung beschreiben, nicht jedoch die Art des Tumors erkennen.

Therapie & Verfahren

In allen Fällen von Speicheldrüsentumoren ist eine chirurgische Entfernung notwendig. Es gibt keine andere Möglichkeit festzustellen, ob ein Tumor der Speicheldrüsen gut- oder bösartig ist, als die komplette Entfernung des Tumors. Dies erlaubt gleichzeitig mit sehr hoher Sicherheit, den Gesichtsnerven sicher zu schonen. Probeentnahmen, Punktionen oder Exzisionen aus einem Speicheldrüsentumor sind dagegen nur in seltensten Ausnahmefällen statthaft.

Bildgebende Verfahren können nur die Lagebeziehung zu angrenzenden Strukturen sowie die Ausdehnung beschreiben, nicht jedoch die Art des Tumors erkennen. Derartige Operationen zur Entfernung von Tumoren im Bereich der Speicheldrüsen (Parotidektomie bzw. Submandibulektomie) gehören seit Jahrzehnten zu den Standardverfahren in der HNO-Chirurgie. Je nach Lage und der Größe des Tumors wird bei dem Eingriff die gesamte Speicheldrüse oder nur der tumortragende Teil entfernt. Bei gutartigen Tumoren sind die Heilungschancen sehr gut.

Da der Gesichtsnerv durch die Ohrspeicheldrüse verläuft, besteht prinzipiell die Gefahr einer Verletzung des Nervens. Ein bösartiger Tumor kann auch in den Nerven einwachsen. Durch die Standardisierung der Operationsschritte ist jedoch eine Verletzung des Nervens sehr selten; auch wird der Nerv routinemäßig mittels intraoperativem Neuromonitoring überwacht. Eine vorübergehende Funktionsbeeinträchtigung des Nervens dagegen lässt sich nicht immer vermeiden, sie heilt in der Regel nach einigen Monaten aus.

Weitere Risiken sind Wundheilungsstörungen, die Bildung von Speichelfisteln sowie das Auftreten von Kauschwitzen. Hierbei kommt es beim Essen zu einer Schweißbildung im Bereich der Operation. Nach einer Ohrspeicheldrüsenoperation kommt es außerdem zu einem Taubheitsgefühl des Ohrläppchens und der Operationsnarbe.

Nachsorge & Rehabilitation

Bei gutartigen Tumoren der Speicheldrüsen können Sie in der Regel zwei Wochen nach dem Eingriff wieder arbeiten gehen. In dieser Zeit sollten Sie aber auf Sport verzichten. Ganz wichtig ist außerdem, in dieser Zeit Speisen und Getränke, die besonders zur Speichelbildung anregen, zu vermeiden, also insbesondere Saures (dazu zählt auch Essigdressing im Salat!).

Wissenswertes

Speicheldrüsenkrebs ist ein eher selten vorkommender Tumor. Am häufigsten ist die Ohrspeicheldrüse (Parotis) betroffen, seltener die Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse (Glandula submandibularis bzw. Glandula sublingualis). Davon abzugrenzen ist die Absiedlung von Tochtergeschwülsten z.B. in der Ohrspeicheldrüse bei einem bösartigen Tumor der Kopfhaut, oder auch sog. primäre maligne Lymphome der Speicheldrüsen.