Atemgating

Chefarzt Strahlentherapie & Radioonkologie, Sprecher des Cancer Center Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann
Chefarzt Strahlentherapie & Radioonkologie, Sprecher des Cancer Center

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

Celler Straße 38, 38114 Braunschweig
Fax: 0531 595 3453

Jeder Patientin mit einem linksseitigen Mammakarzinom bieten wir zur Herzschonung das Atemgating an. Bei dem Atemgating wird nur während der tiefen Einatmungsphase bestrahlt. Bei der Einatmung „wandert" das Herz größtenteils aus dem Bestrahlungsfeld heraus und wird somit bestmöglich geschont.

Bei welchen Krankheitsbildern ist das Behandlungsverfahren geeignet?

Das Atemgating kommt Beispiel bei Patientinnen zur Anwendung, bei denen eine Strahlenbehandlung nach der Operation eines linksseitigen Mammakarzinoms erforderlich ist. Außedem kommt das Atemgating zum Einsatz, wenn bei der Bestrahlung des linken Lungenflügels beim Lungenkrebs ein Teil des Herzens im bestrahlten Gebiet liegt.

Welche Ziele hat die Behandlung?

Mit dem Atemgating kann eine deutliche Schonung des Herzens und der brustwandnahen Koronararterie erreicht werden.

Wie wirkt die Behandlung?

Im Gegensatz zur Strahlenbehandlung in Atemruhelage wird bei dieser Technik ausgenutzt, dass sich bei der tiefen Einatmung und der größeren Lungenfüllung das Herz von der Brustwand entfernt.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Der Computer berechnet den Moment, in dem der Abstand zwischen Brustwand und Herz am größten ist. Verringert sich der Abstand, wird die Bestrahlung unterbrochen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Ein späteres Risiko für eine ischämische Herzerkrankung wird erheblich reduziert.