Stomatherapie

Stomatherapie

Salzdahlumer Straße 90, 38126 Braunschweig

In unserer Stomaabteilung verstehen wir Ihre Sorgen. Von Anfang an kümmert sich eine speziell ausgebildete Therapeutin um Sie. In einem persönlichen Beratungsgespräch erklären wir Ihnen alles über das Stoma, die Versorgung und zeigen Ihnen die Utensilien, die Sie brauchen. Auf Ihren Wunsch beziehen wir auch gerne Ihren Partner oder Ihre Angehörigen mit ein.

Was heißt Stoma?
Stoma ist griechisch und bedeutet Künstlicher Darmausgang, Anus praeter (AP), Mund, Öffnung. Von betroffenen Patienten werden auch gern Spitznamen genutzt, die den Umgang einfacher machen.

Bei welchen Krankheitsbildern ist das Behandlungsverfahren geeignet?

Der Gedanke ist für die meisten Menschen zunächst nicht vorstellbar. Ein künstlicher Darmausgang lässt das Leben in einem völlig anderen Licht erscheinen. Ein solcher Ausgang, den man auch Stoma nennt, kann aber  in vielen Situationen notwendig werden. Es kann sich um ein Darmkrebsleiden handeln, aber auch um einen entzündlichen Darmdurchbruch ohne Krebs, eine Darmverletzung bei einem Unfall oder bei vielen weiteren Leiden.  Sehr häufig ist der künstliche Darmausgang nur vorübergehend notwendig, so dass er nach einigen Wochen wieder zurückverlegt werden kann. In Deutschland leben ca. 100.000 Menschen mit solch einem Stoma. Das sind über 300 Menschen in Braunschweig. Entgegen den Vorstellungen der meisten Menschen ist mit einem Stoma ein vollkommen normales Leben möglich. Neben den alltäglichen Verrichtungen können Besuche ins Theater, in ein Restaurant und sogar in ein Schwimmbad problemlos erfolgen. Im Falle einer gewissen Schwäche des Schließmuskels, die bei älteren Menschen nicht selten vorkommt, ist die Teilnahme am sozialen Leben mit bestehendem Stoma sogar oft besser möglich als ohne Stoma. Menschen mit künstlichem Darmausgang sind in unserer Gesellschaft gut organisiert. Neben spezialisierten Pflegekräften gibt es sehr gut vernetzte Selbsthilfegruppen wie z. B. die ILCO (= Abkürzung der Darmabschnitte Ileum und Colon).

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Vor der Operation: Sie werden von uns und den behandelnden Ärzten ausführlich informiert und beraten. Die Stelle des voraussichtlichen Darmausganges wird markiert. Es gibt Dickdarmausgänge (Kolostoma), Dünndarmausgänge (Ileostoma) und Blasenausgänge (Urostoma).

Nach der Operation: Nach der erfolgreichen Operation brauchen Sie Zeit, um sich an Ihre neuen Körperfunktionen zu gewöhnen. Wir betreuen und beraten Sie täglich. Dabei führen wir Sie schrittweise an die Stomaversorgung heran, um den Umgang mit der neuen Situation zu trainieren, so dass Sie sich nach Ihrer Entlassung weitgehend selbst versorgen können.

Ambulante Beratung: 14-tägige nachstationäre Termine, Neuausmessung und Kontrolle des Stomas, Anpassung des Stomamaterials, Hautverträglichkeit, Wundbeobachtung und -behandlung. Kontinuierliche Betreuung und Nachsorge Ihres Stomas. Möglichkeit der Anschlussheilbehandlung (AHB).