Multimodale Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen

Anästhesiologie

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Vielfältig den Schmerz reduzieren – Multimodale Therapie bei chronischen Schmerzen
Chronische Schmerzen zermürben. Neben den körperlichen Beschwerden haben Betroffene sehr oft auch mit den psychischen und sozialen Folgen wie z.B. Depressionen und Selbstisolation zu kämpfen. Hier setzt die sogenannte Multimodale (vielfältige) Schmerztherapie an.
Durch die koordinierte Kombination ärztlicher, physiologischer und psychologischer Therapieformen soll Patientinnen und Patienten geholfen werden, ihren Alltag besser zu bewältigen, körperlich fitter und seelisch stabiler zu werden.
Alles zusammen bietet die Chance auf eine Reduzierung der Schmerzen und damit auf eine bessere Lebensqualität.
Die multimodale Schmerztherapie besteht aus drei verschiedenen Behandlungsansätzen.

Bei welchen Krankheitsbildern ist das Behandlungsverfahren geeignet?

  • chronische Schmerzen des Bewegungsapparates (z.B. chronische Rückenschmerzen)
  • chronische Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerz u.a.)
  • neuropathische Schmerzen und Tumorschmerzen

Für eine Multimodale Schmerztherapie sprechen u.a. folgende Faktoren:

  •     bisherige, weniger intensive, Therapien waren erfolglos
  •     Schmerzen werden häufiger und intensiver
  •     der Bedarf an Schmerzmitteln steigt

Welche Ziele hat die Behandlung?

Durch die koordinierte Kombination ärztlicher, physiologischer und psychologischer Therapieformen soll Patientinnen und Patienten geholfen werden, ihren Alltag besser zu bewältigen, körperlich fitter und seelisch stabiler zu werden.
Alles zusammen bietet die Chance auf eine Reduzierung der Schmerzen und damit auf eine bessere Lebensqualität.

Im Bereich der Therapie chronischer Schmerzen wird völlige Schmerzfreiheit leider selten erreicht.
Schmerzlinderung und damit eine deutliche Steigerung der Lebensqualität hingegen ist sehr oft möglich. Eine Reduzierung der Schmerzen um 30 bis 50 Prozent kann durchaus erreicht werden.
Die Wirksamkeit multimodaler Schmerztherapien, insbesondere bei chronischen Kopf- oder Rückenschmerzen, ist durch Studien nachgewiesen.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Die multimodale Schmerztherapie besteht aus drei verschiedenen Behandlungsansätzen:

  • Ärztliche Therapie: Dieses ist der „klassische“ Teil mit Diagnose, Patienteninformation, medikamentöser Behandlung, aber auch Sicherstellung der Weiterführung des Konzeptes nach Beendigung der multimodalen Therapie durch Arztbrief und Absprachen mit weiterbehandelnden Ärzten und Therapeuten.
  • Physio- und ergotherapeutische Maßnahmen: Schmerz macht körperlich passiv. Man will sich einfach nicht bewegen. Gegen diese verständliche aber falsche Reaktion richtet sich die zweite Säule der Multimodalen Schmerztherapie. Durch Behandlungsformen wie Physiotherapie, Atemtherapie, Ergo-, Kunst- und Arbeitstherapie sowie Wahrnehmungsschulungen sollen chronisch Schmerzkranke nachhaltig körperlich aktiviert.
  • Psychologische Therapiemöglichkeiten: Hierbei geht es um die mentale Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von chronischen Schmerzen. Neben dem Erlernen und Trainieren von Schmerzbewältigungsstrategien, Entspannungs- und Stressbewältigungsverfahren gehören auch Partnertherapien oder das Training sozialer Kompetenzen dazu.