Neuroonkologisches Zentrum des skbs erhält Zertifizierung von der Deutschen Krebsgesellschaft

24.04.2024
Bildunterschrift: Chefärztin der Klinik für Neurologie, PD Dr. Annette Spreer, und Prof. Dr. Klaus Zweckberger, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie. Bildnachweis: skbs / Kevin Galasso

Ob primärer Hirntumor oder Metastasen im Gehirn – betroffene Patientinnen und Patienten bekommen am Städtischen Klinikum Braunschweig die beste medizinische Versorgung. Für diese Fälle gibt es am skbs ein Neuroonkologisches Zentrum, das nun erstmals von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde.

Die Kliniken der Neurochirurgie und der Neurologie haben aufgrund ihrer hohen Expertise und der notwendigen hochmodernen Ausstattung die Zertifizierung eines Neuroonkologischen Zentraums am skbs vorangetrieben. An der Spitze des neuen Zentrums stehen Prof. Dr. Klaus Zweckberger und PD Dr. Annette Spreer.

Prof. Dr. Klaus Zweckberger, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, erläutert die Gründe, warum die Zertifizierung als sichtbares Qualitätsmerkmal so wichtig ist: „Bei onkologischen Patientinnen und Patienten lassen sich an Zentren bessere Behandlungsergebnisse erzielen.“ Seine Kollegin PD Dr. Annette Spreer, Chefärztin der Klinik für Neurologie ergänzt: „Menschen mit Tumorerkrankungen müssen schnell und gut versorgt sein.“

Die Maßgaben von OnkoZert – eine unabhängige Institution, die für die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) tätig ist – sind für ein zertifiziertes Neuroonkologisches Zentrum umfangreich. Denn neben den beiden Fachrichtungen Neurologie und Neurochirurgie braucht es vor Ort weitere Disziplinen als Kooperationspartner: Neuroradiologie, Onkologie, Strahlentherapie, Neuropathologie sowie nicht ärztliche Spezialisten aus den Bereichen Psychoonkologie, onkologischer Fachpflege, Physiotherapie und Sozialdienst. Damit wird gewährleistet, dass neuroonkologische Patienten interdisziplinär vollumfänglich behandelt werden. Ein Kerninstrument ist dabei das Neuroonkologische Tumorboard, in dem wöchentlich alle neuroonkologischen Patienten und Patientinnen von den behandelnden Fachexperten und -expertinnen gemeinsam besprochen werden und ein gemeinsamer Behandlungsplan erstellt wird. Des Weiteren bietet das Zentrum eine Spezialsprechstunde für Hirntumorpatienten und Patienten und Patientinnen mit Schädelbasistumoren (z.B. Akstikusneurinome, Hypophysenadenome, etc.) am Medizinischen Versorgungszentrum der Neurochirurgischen Klinik an.

Neben den gelebten Zentrumsstrukturen spielen auch die technische Ausstattung, vor allem im OP, und die fachliche Qualifizierung der Operateure eine wichtige Rolle. In drei hochmodern ausgestatteten Operationssälen werden jährlich etwa 200 Patientinnen und Patienten mit primären Hirntumoren und weitere 200 zu Behandelnden mit Hirnmetastasen sowie Tumor im Bereich der Wirbelsäule operativ behandelt. Dabei stehen den erfahrenen Operateuren und Operatuerinnen modernste Mikroskope und Techniken wie Neuronavigation, Angiografie, Endoskopie, Neuromonitoring und Fluoreszenz zur Verfügung. Prof. Zweckberger hat über 5.000 Patienten und Patientinnen operiert, 2.000 davon mit Hirntumoren und Schädelbasis Tumoren.

Die zunehmend enge Zusammenarbeit von Neurologie und Neurochirurgie beinhaltet, dass die beiden Fachrichtungen auch bei anderen Diagnosen, wie zum Beispiel Schlaganfällen, Gefäßmissbildungen im Kopf oder Aneurysmen einen gemeinsamen Schwerpunkt geschaffen haben.

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