Während einer Feierstunde im Bildungszentrum des Klinikums wurde Dorothea Bahr als langjährige Leitung der Patientenbücherei am Standort Celler Straße verabschiedet. Zugleich wurde Sylvia Siemens als neue Leitung begrüßt. Herr Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, und Andreas Grußendorf, Ehrenamtsbetreuer des Klinikums, überbrachten Abschieds- und Ankunfts-Grußworte.

22 Jahre lang war Dorothea Bahr ehrenamtlich für das Klinikum aktiv. Die meiste (Frei-) Zeit davon hat sie mit Engagement und Tatkraft die Geschicke der Patientenbücherei des Standortes geleitet. Neben den organisatorischen Aufgaben hat sie den wichtigsten Aspekt ihrer Arbeit nie aus den Augen verloren. „Es war und ist mir selbst, aber auch anderen ehrenamtlichen Mitarbeitenden wichtig, den Patientinnen und Patienten des Klinikums offen und herzlich zu begegnen. Ihnen mit gebührend Zeit ein Gespräch abseits von Diagnostik und Therapie anzubieten und zuzuhören, wenn sie Zeit dafür brauchen. In meiner ehrenamtlichen Zeit am Klinikum, die nun zu Ende geht, habe ich sehr interessante Gespräche jedweder Couleur führen dürfen. Das war bereichernd. Oft half dabei ein Buch-Tipp - gerade so, wie ein Schlüssel.“

Ihre eigenen Dienstschlüssel überreichte Bahr während der Feierstunde symbolisch an ihre Nachfolgerin. „Das war mein letzter Akt sozusagen. Es ist schön zu wissen, dass es mit der Bücherei in der Celler Straße weitergehen wird. Besonders freut mich, dass die Bücherei vor Kurzem noch neue Räume bezogen hat, welche von Patientinnen und Patienten viel besser erreicht werden können. Auf mich aber warten nun neue Ziele. Ich möchte noch mehr von der Welt sehen,“ sagt sie und es klingt eindeutig. Zunächst werde sie Spanien bereisen und nach der Pandemie solle es endlich nach Kambodscha gehen. Die Koffer seien schon gepackt.

Sylvia Siemens hingegen hat ihren Koffer gerade erst im Klinikum abgestellt. Sie freut sich auf die neuen Aufgaben als Leitung der Patientenbücherei. „Als bisherige Mitarbeiterin bedanke ich mich sehr bei Dorothea Bahr für die gemeinsame Zeit und für ihren Erfahrungsschatz. Daran möchte ich anknüpfen,“ sagt sie. „Die Zeiten werden ja nicht ruhiger. Dringliche Aufgabe wird sein, verstärkt um Menschen zu werben, die sich für die ehrenamtliche Büchereiarbeit in einem großen Krankenhaus wie dem Klinikum interessieren. Jemand mit Liebe zu Büchern und zugleich einem offenen Ohr für erkrankte Menschen ist bei uns genau richtig.“

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