Es ist eine große Auszeichnung für Prof. Dr. Peter Hammerer: Der Chefarzt der Klinik für Urologie und Uroonkologie am Klinikum Braunschweig ist in die Expertengruppe „Oft-Label“ beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte berufen worden. Der Vorschlag dafür kam aus dem Bundesministerium für Gesundheit. Seine Position in dem Gremium wird er für vier Jahren ehrenamtlich innehaben. Prof. Hammerer: „Ich bin sehr stolz, unser Klinikum in diesem hochkarätig besetzten Gremium zu vertreten.“

Aufgabe der Expertengruppe ist es, auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu bewerten, ob bereits zugelassene Medikamente auch für Indikationsbereiche, für die sie nach dem Arzneimittelgesetz nicht zugelassen sind, eingesetzt werden können. Prof. Hammerer erklärt: „Seit Jahren erfolgt in zahlreichen medizinischen Fachgebieten bei der medikamentösen Behandlung der Patienten ein so genannter Off-Label Use, je nach Fachgebiet in unterschiedlichem Umfang.“ Unerlässlich für einen solchen Medikamenteneinsatz sind drei Kriterien: Erstens muss es sich um die Behandlung einer schwerwiegenden Erkrankung handeln, für die es – so das zweite Kriterium – keine anderen Therapien gibt. Drittens muss es auf Grund der Datenlage eine begründete Aussicht auf einen Behandlungserfolg geben. Dies zu prüfen und zu bewerten obliegt der Expertengruppe „Off-Label“ beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Prof. Hammerer ist es ein großes Anliegen, einen Beitrag innerhalb der sich stetig verändernden Tumortherapie zu leisten: „Mein Ziel ist es, Patientinnen und Patienten den Zugang zu neuen, innovative medikamentösen Behandlungen auf der Basis von aktuellen Forschungsergebnissen zu ermöglichen und so ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern.“

Prof. Peter Hammerer ist Sprecher der Arbeitsgemeinschaft urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft und Gutachter für den gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Zusätzlich ist er Mitglied verschiedener Leitlinienkommissionen.