Es war ein Bauprozess in Rekordzeit: Nur 13 Monate hat es gedauert, bis die neue Lungenklinik an der Salzdahlumer Straße fertig gestellt war. Jetzt wird sie in Betrieb genommen. Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert sagt: „Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft zu gehen. Die neue Lungenklinik ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Zentralklinik.“ Der Umzug von der Kinderklinik werde jedoch – aufgrund der aktuellen Situation – in den Herbst verschoben. Dr. Goepfert betont: „Die obere Etage des Gebäudes wird bis auf Weiteres für alle Eventualitäten freigehalten.“

In den zwei unteren Ebenen eröffnet hingegen die Lungenklinik nach nur einem Tag Umzugszeit. Neben der pneumologischen Ambulanz befindet sich im Erdgeschoss unter anderem eine dezentrale Bronchoskopieabteilung mit zwei modernen Endoskopieräumen. Darüber hinaus werden zwei Lungenfunktionsräume, zwei weitere Untersuchungs- und Behandlungsräume sowie das Chefarztsekretariat bezogen. Bei voller Auslastung bietet die neue Lungenklinik 43 Betten, darunter 33 Allgemein- und zehn Isolationsplätze.

Als verantwortlicher Geschäftsbereichsleiter erörtert Friedrich Prem: „Der ursprünglich vorgesehene Fertigstellungstermin konnte exakt eingehalten werden. Dieses Projekt verlief daher sehr erfolgreich.“ Vorgesehen sei, dass das neue Gebäude mehrfach von unterschiedlichen Kliniken genutzt wird. Die Erstbelegung werde durch die Lungenklinik und die Kinderklinik erfolgen. Nach Übersiedelung dieser beiden Kliniken in den „Neubau Süd“ werden ab 2026 psychiatrische Funktionen einziehen. Prem: „Durch die industrielle Fertigung dieses Gebäudes war es möglich, den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme wesentlich zu verkürzen. Damit verbunden, konnte auch die Beeinträchtigung für den laufenden Klinikbetrieb gering gehalten werden. Industriell gefertigte Gebäude sind zudem wesentlich kostengünstiger als herkömmliche Gebäude.“ Die Gesamtkosten der Einrichtung und Ausstattung betragen 37,9 Millionen Euro.

Mit dem Bau der neuen Lungenklinik kommt das Klinikum Braunschweig auch dem gestiegenen Bedarf entgegen, der durch die Schließung des St.-Vinzenz-Krankenhauses im Jahr 2016 entstanden war. Dr. Tielko Seeba, kommissarischer Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin, sagt: „Wir freuen uns sehr auf die Arbeit in den neuen Räumlichkeiten. Nach der Gründung als eigenständige Klinik im Juli 2017 und der Zertifizierung als Lungenkrebszentrum im Herbst 2017 erhält die Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin nun auch baulich eine professionelle und zeitgemäße Infrastruktur. Neben unserem engagierten und versierten Team steht unseren Patienten zukünftig auch eine hochmoderne technische Ausstattung zur Verfügung.“