Die Patientenbücherei im Klinikum Celler Straße empfiehlt:

Benedikt Meyers Debütroman erzählt die wahre Geschichte einer couragierten Frau vor 125 Jahren! 

1891 reist die gerade mal 19-jährige Stephanie Cordelier alleine in die USA. Hinter ihr liegen Kindheit und Jugend in Oberwil in der Schweiz. Als sie mit ihren 19 Jahren auf dem Schiff Westerland den Atlantik sah, war ihr Herz voller Mut. Endlich fort von zu Hause und sie hatte Arbeit in Aussicht beim Onkel und der Tante. Sie ist keine klassische Auswanderin gewesen, sie ging aus freien Stücken und mit dem Wissen eine Anstellung zu haben.
Die älteste Tochter einer Wäscherin und eines Malers (Anstreichers) hofft auf einen neuen Anfang in der Neuen Welt. Sie wird Dienstmädchen bei einer Ärztefamilie, später arbeitet sie als Haushälterin bei einem Pfarrer auf dem Land.
Fünf Jahre verbringt sie in Ohio, dann reist sie erneut über den Atlantik – zurück nach Hause. Zu Besuch, denkt sie. Aber das Leben spielt ein anderes Spiel. 

125 Jahre später begibt sich ein Urenkel auf Stephanies Spurensuche. Mit einem Containerschiff fährt er nach New York und mit dem Fahrrad quer durch die USA um herauszufinden, was Stephanie wirklich erlebt hat. 

Liebevoll zeichnet Benedikt Meyer das Leben seiner Urgrossmutter nach. Diesen Roman liest man richtig gerne, ein historisches Zeitdokument. 

Ein wundervolles Buch für die Weihnachtszeit.

 

Roman. Zytglogge Verlag, Basel, 2019, S. 209