720 Gramm Hoffnung: Frühchenstation des skbs freut sich über Frühgeborenenpuppe „Lewis“

29.05.2026
2026 05 26 Lewis Neonatologie Dr J W Richter Foto Bjoern Petersen
Chefarzt der Neonatologie am skbs, Dr. Jost Wigand Richter.
2026 05 26 Lewis Neonatologie Dr Maria Hitzschke Foto Bjoern Petersen
Vorsitzende des Bundesverbandes Frühgeborene e. V., Dr. med. Maria Hitzschke.
2026 05 26 Lewis Neonatologie Gruppenfoto Lewis Foto Bjoern Petersen
Freuen sich über die Ankunft von Lewis: - v. l. n. r: Dr. Jost Wigand Richter (skbs), Katharina Treder (dm), Jan-Olaf Klok (skbs), Dr. med. Maria Hintzsche (Bundesverband Frühgeborene e. V.).
2026 05 26 Lewis Neonatologie Jan Olaf Klok Foto Bjoern Petersen
Geschäftsführer des skbs, Jan-Olaf Klok.
2026 05 26 Lewis Neonatologie Katharina Treder Foto Bjoern Petersen
Regionalmanagerin Katharina Treder (dm).
2026 05 26 Lewis Neonatologie Lydia Foto Bjoern Petersen
Stationsleiterin der Neonatologie am skbs, Lydia Schneider.
2026 05 26 Lewis Neonatologie Simone Kirsch Foto Bjoern Petersen
Elternberaterin der Neonatologie am skbs, Simone Kirsch.
2026 05 26 Lewis Neonatologie Uebergabe Lewis Foto Bjoern Petersen
Die Frühchenpuppe "Lewis" wird übergeben.

Mehr Sicherheit, weniger Angst für Eltern: Der Bundesverband Frühgeborene e. V. hat der Neonatologie des Städtischen Klinikums Braunschweig (skbs) die Frühgeborenenpuppe „Lewisübergeben. Ermöglicht wurde dies durch eine Spende des Kooperationspartners dm.

Mit gerade einmal 720 Gramm Gewicht und dem Entwicklungsstand der 28. Schwangerschaftswoche wirkt „Lewis“ verblüffend echt – so echt, dass er leicht mit einem echten Frühchen verwechselt werden kann. Genau dieser Realismus ist entscheidend: Er schafft Verständnis, baut Unsicherheiten ab und hilft Eltern, sich auf eine Situation vorzubereiten, die sie sich oft ganz anders vorgestellt haben.

Vorbereitung für werdende Eltern

Die handgefertigte Puppe spielt dabei eine zentrale Rolle in der Elternberatung und -aufklärung, gerade vor der Geburt. „Wir wollen die Eltern auf das, was kommt, die Frühgeburt, gerne vorbereiten und dazu ist diese Puppe extrem hilfreich“, erklärt Dr. Jost Wigand Richter, Chefarzt der Neonatologie. „Sie vermittelt einen Eindruck, wie so ein Kind letztlich aussehen kann mit 28 Wochen, mit 700 Gramm: dass die Haut durchscheinend ist, dass es zerbrechlich ist, aber alles vorhanden ist und nimmt ein bisschen die Angst vor dem, was vielleicht kommt.“

 „Da Lewis sehr lebensecht aussieht, kann man den Eltern schon einmal Ängste nehmen, bevor ihr Kind geboren wird“, sagt Lydia Schneider, Stationsleiterin der Neonatologie im skbs. „Lewis hilft dabei, wenn man den Eltern zeigt: so sieht ein Frühchen aus. Dann können sie ihr Kind auch als ihr Kind sehen und wissen, was sie erwartet.“

„Wir freuen uns total, dass wir diese Puppe haben, weil sie auf lebensechte Art und Weise zeigt, wie klein ein Baby in dieser Schwangerschaftsperiode oder Woche ist“, pflichtet ihr Simone Kirsch bei, psychologische Elternberaterin auf der Station. „Wir zeigen den Eltern in Vorgesprächen, wenn sie eine drohende Frühgeburt haben, was sie bei uns erwartet. Dazu gehört eben auch die Vermittlung der Realität, wie ihr Kind in Wirklichkeit aussehen wird, aber durchaus auch die Hoffnung: zeigen, was das Kind schaffen kann, wie viel es schon auf die Waage bringt und dass man es eben auch berühren und anfassen kann.“

Diese Hoffnung und die Willkommensbotschaft stehen auch für Jan-Olaf Klok, Geschäftsführer des skbs, im Vordergrund: „Für mich bedeutet die Übergabe von Lewis, dass wir Eltern gerade in kritischen Situationen gut vorbereiten, dass wir ihnen helfen, die Situation zu verstehen und zu veranschaulichen. Und gleichzeitig können wir ihnen auch vermitteln: ihr könnt euch auf euer Kind freuen!“

120 Stunden Handarbeit

Der Bundesverband Frühgeborene e. V. überreicht „Lewis“ an das skbs. Dr. med. Maria Hitzschke ist Vorsitzende des Verbandes und überbringt die Frühchenpuppe persönlich: „Der Bundesverband Frühgeborene e. V. engagiert sich bundesweit auf verschiedenen Ebenen. Die Arbeit mit den Familien ist das Herzstück unserer Arbeit, und ‚Lewis‘ trägt dazu bei, dass Familien in dieser besonderen Zeit unterstützt und vorbereitet werden“, erklärt sie. „Wir wollen damit einfach ein Stück weit die Unsicherheit nehmen und die Eltern stärken.“

Jede „Lewis“-Puppe ist ein Unikat: Rund 120 Stunden Handarbeit investiert die Künstlerin Ursula Konhäuser in die Herstellung. Der hohe Detailgrad macht die besondere Qualität aus: zur Aufklärung, zur Schulung von Pflegekräften und zur Veranschaulichung medizinischer Zusammenhänge. Bundesweit wurden bereits mehr als 70 dieser Puppen an Kliniken und Pflegeschulen übergeben.

Starke Partnerschaft

Möglich wurde die Anschaffung von Lewis durch eine regionale Kooperation: Die Drogeriekette dm ist langjähriger Unterstützer des Bundesverbandes, regionale Märkte unterstützen die Neonatologie des Klinikums seit letztem Sommer immer wieder mit verschiedenen Spenden für werdende Eltern und das Team.

„Es ist uns ein echtes Herzensanliegen, Eltern und werdende Eltern zu unterstützen, gerade auch Familien mit Frühgeborenen. Denn Frühchen brauchen einfach noch mehr Aufmerksamkeit und Liebe. Und wenn das Leben plötzlich anders kommt als geplant, braucht es ganz besondere Unterstützung genau in diesen Momenten“, erklärt Katharina Treder, Regionalmanagerin von dm und „Patentante“ von Lewis. „Deswegen freuen wir uns besonders über diese großartige Kooperation. Die Liebe zur Arbeit auf dieser Station ist deutlich spürbar und besonders. Seit einem Jahr erlebe ich hier unfassbar engagierte Menschen, die jeden Tag so viel Gutes für diese Kleinsten und ihre Familien tun. Das begeistert mich wirklich.“

Als dann die Anfrage aus dem Klinikum für eine Kooperation zur Anschaffung von „Lewis“ kam, habe sie sofort zugesagt: „Für uns war klar: Das machen wir. Der Marktplatz Braunschweig unterstützt hier gern. Denn das Thema Neugeborene und Frühgeborene ist einfach viel zu wichtig, um es im Verborgenen zu lassen“, sagt sie.

Dr. Richter ist begeistert über dieses Engagement. „Diese Unterstützung regional zu erhalten, das ist einfach großartig. Braunschweig für Braunschweig – ich sage hier herzlichen Dank!“

Alle Statements

Jan-Olaf Klok, Geschäftsführer des skbs:

„Für mich bedeutet die Übergabe von ‚Lewis‘, dass wir Eltern gerade in kritischen Situationen gut vorbereiten, dass wir ihnen helfen, die Situation zu verstehen und zu veranschaulichen. Und gleichzeitig können wir ihnen auch vermitteln: ihr könnt euch auf euer Kind freuen!“

Dr. Jost Wigand Richter, Chefarzt Neonatologie, skbs:

„Ich bin dankbar für diese großzügige Spende der Drogeriekette, da sie unsere Arbeit mit den Eltern weiter unterstützt. Wir wollen die Eltern auf das, was kommt, die Frühgeburt, gerne vorbereiten und dazu ist diese Puppe extrem hilfreich. Sie vermittelt so einen Eindruck, wie so ein Kind letztlich aussehen kann mit 28 Wochen, mit 700 Gramm, dass die Haut durchscheinend ist, dass es zerbrechlich ist, aber alles vorhanden ist und nimmt ein bisschen die Angst vor dem, was vielleicht kommt. Und dies regional unterstützt zu erhalten, das ist einfach großartig. Braunschweig für Braunschweig, ich sage nochmal hier auch herzlichen Dank.“

Dr. med. Maria Hitzschke, Vorsitzende des Bundesverbandes Frühgeborene e. V.:

„Der Bundesverband Frühgeborene e. V. engagiert sich bundesweit auf verschiedenen Ebenen. Die Arbeit mit den Familien ist das Herzstück unserer Arbeit, und ‚Lewis‘ trägt dazu bei, dass Familien in dieser besonderen Zeit unterstützt und vorbereitet werden: Sie verstehen, was es bedeutet, ein frühgeborenes Kind zu haben, lernen den Umgang mit dem Kind und werden schon vor der Geburt darüber informiert: was kommt auf mich zu? Wir wollen damit einfach ein Stück weit die Unsicherheit nehmen und die Eltern stärken.“

Lydia Schneider, Stationsleitung Neonatologie, skbs:

„Jeder weiß, wie so ein reifes Neugeborenes aussieht. Wenn die Möglichkeit einer Frühgeburt besteht, hat man mehr Angst als Freude. Lewis hilft dabei, wenn man den Eltern zeigt: so sieht ein Frühchen aus. Dann können sie ihr Kind auch als ihr Kind sehen und wissen, was sie erwartet. Dann erwarten die Eltern jetzt kein Kind, was drei Kilo wiegt. Sie können auch sozusagen einen Blick in den eigenen Bauch hineinwerfen: Wie groß ist mein Kind jetzt? Wie sieht es vielleicht aus? Ich glaube, das nimmt ganz viel Ängste.“

Simone Kirsch, psychologische Elternberatung Neonatologie, skbs:

„Wir freuen uns total, dass wir diese Puppe haben, weil sie auf lebensechte Art und Weise zeigt, wie klein, wie winzig, wie zerbrechlich ein Baby in dieser Schwangerschaftsperiode oder Woche ist. Die ist ja in etwa so groß wie ein Baby im Bauch in der 28. Woche. Und wenn Eltern einen Eindruck davon bekommen, welche Größe ihr Kind in Realität hat, dann passt das besser zu dem als die Wunschvorstellung. Wir zeigen den Eltern in Vorgesprächen, wenn sie eine drohende Frühgeburt haben, was sie bei uns erwartet, und dazu gehört eben auch die Vermittlung dieser Realität, wie klein ihr Kind sein wird, aber durchaus auch hoffnungsvoll zu zeigen, was das Kind auch schaffen kann, wie viel es schon auf die Waage bringt und dass man es eben auch berühren und anfassen kann. Uns war es wichtig, tatsächlich auch einen regionalen Sponsor dafür zu gewinnen, jemand, der hier vor Ort alltagspraktisch lebensnah ist, und was kann es da Besseres geben als einen Drogeriemarkt. Und in dem Fall ist speziell dm, die sowieso die Arbeit des Bundesverbandes unterstützen.“

Katharina Treder, Regionalmanagerin dm:

„Es ist uns ein echtes Herzensanliegen, Eltern und werdende Eltern zu unterstützen, gerade auch Familien mit Frühgeborenen. Denn Frühchen brauchen einfach noch mehr Aufmerksamkeit und Liebe. Und wenn das Leben plötzlich anders kommt als geplant, braucht es ganz besondere Unterstützung genau in diesen Momenten. Deswegen freuen wir uns besonders über diese großartige Kooperation. Die Liebe zur Arbeit auf dieser Station ist deutlich spürbar und besonders. 

 Seit einem Jahr erlebe ich hier unfassbar engagierte Menschen, die jeden Tag so viel Gutes für diese Kleinsten und ihre Familien tun. Das begeistert mich wirklich.

Genau darum haben wir gerne zugesagt, als das Klinikum mit der Idee zu ‚Lewis' auf uns zugekommen ist. Für uns war klar: Das machen wir. Der Marktplatz Braunschweig unterstützt hier gern. Denn das Thema Neugeborene und Frühgeborene ist einfach viel zu wichtig, um es im Verborgenen zu lassen.

Gemeinsam mit dem Bundesverband Frühgeborene e. V. möchten wir noch mehr Aufmerksamkeit schaffen für diese besondere Lebenssituation. Bereits vor zwei Jahren haben wir geschafft, den internationalen Frühgeborenentag in unsere Märkte zu bringen und dort Präsenz zu zeigen. 

Deswegen freut mich diese Aktion ganz besonders und es ist mir eine große Freude, Patentante von Lewis zu sein zu dürfen.“

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