Verkehrserziehungstag SURVIVAL

Chefarzt Neurochirurgie Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann
Chefarzt Neurochirurgie

Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann

Salzdahlumer Straße 90, 38126 Braunschweig
Fax: 0531 595 2777

Kopfverletzungen sind die häufigste Todesursache von Kindern und jungen Menschen. Die schlimmen Folgen sind nur durch Vorbeugen zu vermeiden.
Deshalb bieten Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann und seine Klinik jährlich den Verkehrserziehungstag „SURVIVAL“ für Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen des Gymnasiums Raabeschule, der Realschule am Kennedyplatz und der Haupt- und Realschule Sickte an.

Der Begriff Survival steht für „Schadens- und Risikovermeidung im Verkehr aktiv lernen“. Ziel des Verkehrssicherheitstages ist die frühzeitige Sensibilisierung von Heranwachsenden für die alltäglichen Gefahrensituationen, die im Straßenverkehr lauern und wie sie am sinnvollsten mit ihnen Umgehen. Durch die frühzeitige Aufklärung soll die Rate der Verkehrsunfälle mit der Beteiligung von Kindern gesenkt werden, um Leben zu retten und schwerwiegende operative Eingriffe mit gravierenden dauerhaften Spätfolgen zu vermeiden. Die Schüler und Schülerinnen der sechsten Klassen sollten allerdings nicht nur durch Zuhören lernen, wie man sich optimal im Verkehr verhält, sondern an verschiedenen Stationen selbst aktiv werden, um ein Gespür für sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu entwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler kommen bereits auf ihrem Weg an einem vom Präventionsteam der Polizei gestellten und abgesperrten Fahrradunfall vorbei. Sie werden anschließend im Hörsaal über Unfallsituationen, Gewalteinwirkungen bei Kollisionen, Verkehrssituationen und Sichtbarkeit im Straßenverkehr informiert.

Anschließend besuchen die Kinder in Gruppen sieben interaktive Stationen, bei denen sie selbst aktiv werden und alle Versuche durchführen können.

Der ADAC erklärt mit der „Aktion Auto“ die Länge des Brems- und Reaktionsweges: Die Kinder führen selbst eine Vollbremsung in einem Fahrzeug durch. Im Überschlagssimulator erleben sie die Wirkung des Sicherheitsgurtes. Beim ADAC Fahrradparcours geht es um Geschicklichkeit und Sicherheit auf dem Rad.

Zwei Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes kommen mit dem Rettungswagen und erklären die Ausrüstung des Fahrzeugs, das richtige Absetzen eines Notrufes und Erste Hilfe.

An einem LKW der Firma Wandt wird die Größe des „Toten Winkels“ demonstriert, die Kinder können auch die Position des Fahrers einnehmen und nachvollziehen, wo seitlich und hinter dem Fahrzeug Gefahrenzonen bestehen.

Ein Motorradfahrer erklärt mit seiner Maschine die besonderen Gefahren durch schnelle motorisierte Zweiräder.

Bundesligakämpfer des Braunschweiger Judoclubs zeigen, wie man richtig fällt, ohne sich zu verletzen.

Die Ärzte der Neurochirurgischen Klinik simulieren eine Kopfoperation, bei der die Kinder an einer Kokosnuss Original-Operationsinstrumente benutzen können. Bei einem „Eier-Crashtest“ wird geprüft, aus wieviel Meter Höhe ein durch einen kleinen Helm geschütztes Ei, ohne Schaden zu nehmen, fallen kann.

Abschließend wird mit den Kindern im Hörsaal das Erlebte besprochen und die Schulen führen Projekttage zur Nachbearbeitung durch. Dabei werden auch Fragebögen über Kenntnisse und Risikobewusstsein im Verkehr ausgefüllt.

Konzipiert wurde die Veranstaltung mit dem Titel „SURVIVAL – Schadens- und Risikovermeidung im Verkehr aktiv lernen“ von Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik des Städtischen Klinikums Braunschweig. „SURVIVAL“ fand erstmals 2009, unterstützt durch eine Spende der Stiftung Braunschweiger Land in Höhe von 20.000 Euro, statt. Unterstützt wird das Projekt vom Bildungszentrum des Klinikums Braunschweig, dem ADAC Niedersachsen/Sachsen Anhalt e.V., der Spedition Wandt, dem Braunschweiger Judo-Club, dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Rotary-Club Braunschweig Hanse.

„SURVIVAL“ ist durch die großzügigen Spenden und die Mitwirkung zahlreicher Freiwilliger für alle Beteiligten kostenfrei, einschließlich der Anreise und des Mittagessens. In zehn Jahren wurden bereits circa 1.800 Kinder unterrichtet, für die die ganztägige Veranstaltung ein besonderes Erlebnis war. „SURVIVAL“ hat Auszeichnungen durch die Stiftung „Kinderunfallhilfe“ und die „Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie“ erhalten.