Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenerweiterung)

Oberarzt Herz-, Thorax- & Gefäßchirurgie, Bereichsleitung Gefäßchirurgie Dr. Konrad Felten
Oberarzt Herz-, Thorax- & Gefäßchirurgie, Bereichsleitung Gefäßchirurgie

Dr. Kon­rad Fel­ten

Salzdahlumer Straße 90, 38126 Braunschweig

Wir unterscheiden zwischen symptomatischen (Bauch- oder Rückenschmerzen) und asymptomatischen (ohne Beschwerden) Aortenaneurysmen. Der Therapie der Bauchschlagader-Aneurysma kann entweder offen oder endovaskulär (minimal-invasiv mit Stentendoprothese) durchgeführt werden. Bei der offenen Operation wird der Bauchraum eröffnet und die kranke erweiterte Bauchschlagader durch Kunststoffprothese ersetzt. Die endovaskulären Operation erfolgt über die Leisten. Hierbei wird eine Ausschaltung des Aneurysmas von innen vorgenommen. Die Brustschlagader wird fast immer endovaskulär behandelt. Auch die Dissektionen der Hauptschlagader werden, wenn diese zu einem Aneurysma oder zu Durchblutungsstörungen der Organe führen, fast ausschließlich endovaskulär behandelt. Liegt ein komplex ausgedehntes Aneurysma der Brust und Bauchschlagader vor, behandeln wir dies ebenfalls entweder mit speziell für den Patienten angefertigten Stentendoprothesen (CM-Divices oder T-Branch Prothesen) oder offen unter dem Einsatz der Herz-Lungen-Maschinen.

Welches Operationsverfahren am besten geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Der Form des Aneurysmas, den Begleiterkrankungen und natürlich auch vom Patientenwunsch. Über Vor- und Nachteile beider Verfahren sprechen wir mit Ihnen im Vorfeld in unserer Ambulanz ausführlich.

Nach der endovaskulären Operation sind regelmäßige Kontrollen notwendig. Die erste Kontrolle sollte je nach Operation und Befund nach 6 bzw. 12 Monaten in unserer Ambulanz erfolgen. Die weiteren Kontrollen können auch bei einem niedergelassenen Kollegen jährlich ambulant mittels Ultraschall bzw. CT-Untersuchung durchgeführt werden.