Diagnostik und Behandlung bei Geruchsstörungen

Hals-, Nasen- & Ohrenheilkunde

Holwedestraße 16, 38118 Braunschweig
Tel.: 0531 595 1050 Ambulanz
Fax: 0531 595 1071 Ambulanz

Vorsorge & Prävention

Bestimmte chemische Substanzen und vor allem Rauchwaren können zu einer Schädigung des Geruchs- und Geschmacksvermögens führen, so dass ein Meiden dieser Genussgifte als Prävention zur Verfügung steht.

Ursachen & Symptome

Im Alltag unterscheiden wir nicht exakt zwischen Geruch und Geschmack; Riechstörungen kommen den Betroffenen meist wie Störungen des Geschmacksempfindens vor. Neben dem Verlust von Geschmacksqualitäten kann auch ein Fehlriechen auftreten. Ursache können neben Virusinfektionen (die als banaler Schnupfen auftreten) Stürze auf den Kopf, Schwellungen der Schleimhäute (Polypen), chronische Entzündungen, Tumore und Medikamentennebenwirkungen sein. Mitunter tritt eine Störung des Geruchsempfindens als Frühsymptom hirnorganischer Störungen wie M: Alzheimer auf oder ist Zeichen besonderer Formen der männlichen Unfruchtbarkeit.

Diagnostik

Neben einer gründlichen Anamnese und Untersuchung stehen die Endoskopie der Nase sowie die bildgebenden Verfahren (CT, MRT) zur Verfügung. Außerdem kann mittels normierter Geruchs- und Geschmacksproben der Geruchs- und der Geschmackssinn getestet werden.

Therapie & Verfahren

Sofern eine Ursache identifiziert werden kann, besteht die Therapie darin, die Ursache zu beheben. Dies kann etwa eine Operation sein, aber auch eine medikamentöse Behandlung mit kortisonhaltigen Nasensprays (sog. Topische Kortikoide) oder eine Umstellung der sonstigen Medikamente. Ist keine Ursache zu erkennen, so muss sich die Behandlung auf allgemeine Maßnahmen beschränken, wie Nasenpflege und Riechtraining.

Nachsorge & Rehabilitation

Eine Nachsorge ist besonders bei operativen Eingriffen erforderlich sowie bei den Fällen, in denen ein Tumor Ursache für den Riechverlust war.

Wissenswertes

Der Riechsinn ist an den 1. Hirnnerven gekoppelt; dessen Informationen werden in einem entwicklungsgeschichtlich altem Teil des Hirns verarbeitet, wobei uns dies oftmals nicht bewusst wird, jedoch unser Erleben und Empfinden ganz grundsätzlich beeinflusst. Nicht umsonst gibt es in der deutschen Sprache den Ausdruck, jemanden nicht riechen zu können.