Diagnostik und Behandlung bei Stimmstörungen

Oberärztin Hals-, Nasen- & Ohrenheilkunde, Leitende Abteilungsärztin Phoniatrie & Pädaudiologie Dr. Wilma Vorwerk
Oberärztin Hals-, Nasen- & Ohrenheilkunde, Leitende Abteilungsärztin Phoniatrie & Pädaudiologie

Dr. Wilma Vorwerk

Holwedestraße 16, 38118 Braunschweig
Tel.: 0531 595 1050 Ambulanz
Sekretariat Phoniatrie und Pädaudiologie

Yvonne Sammar

Holwedestraße 16, 38118 Braunschweig
Fax: 0531 595 1853
Erreichbarkeit
Montag
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Dienstag
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Mittwoch
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Donnerstag
08:30 - 13:00 Uhr

Symptome einer Stimmstörung können schon Missempfindungen bei längerem Sprechen oder ein dauerndes Räuspern sein. Typisch ist eine Heiserkeit in unterschiedlicher Qualität. Neben Störungen in der Sprechstimme kann auch die Gesangsstimme eingeschränkt sein. Stimmstörungen können vielfältige Ursachen haben, die von funktionellen Einschränkungen bis zu bösartigen Tumoren reichen. Darum wird bei anhaltender Symptomatik im Kindes- und Erwachsenenalter eine ärztliche Abklärung und die Einleitung einer entsprechenden Therapie empfohlen.

Diagnostik

  • Anamnesegespräch

  • Erhebung eines hals-nasen-ohrenärztlichen Status

  • Videoendoskopie und –stroboskopie des Kehlkopfes zur Beurteilung der Stimmlippen und deren Funktion

  • subjektive und apparative Beurteilung der Stimmfunktion und Stimmqualität(Stimmfeldmessungen, Elektroglottographie, Stimmbelastungsteste)

Therapie & Verfahren

Funktionelle Stimmstörungen werden meist durch eine logopädische Stimmfunktionstherapie behandelt, die unter Beachtung verschiedener Methoden individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Bei Stimmlippenlähmungen kommt neben der Übungstherapie auch die Elektrostimulation zum Einsatz. Bleibt beides ohne Erfolg, kann eine Stimmlippenaugmentation durchgeführt werden. Dabei wird die gelähmte Stimmlippe unterfüttert, sodass eine Stimmgebung wieder ermöglicht wird.

Organische Befunde können und müssen zum Teil zunächst operativ behandelt werden. Bei gutartigen Prozessen steht die Verbesserung, bzw. Wiederherstellung der Stimmfunktion durch sogenannte phonochirurgische Operationstechniken im Vordergrund. Nach Kehlkopfentfernung kann die Anbahnung einer Ersatzstimme erfolgen. Hierzu stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Die Anlage von Stimmfisteln, das Erlernen einer Ösophagusersatzstimme (Ructus) oder das Anpassen einer elektronischen Sprechhilfe.

Wichtige Hinweise

Für die Studienzulassung bei stimmintensiven Berufen, wie z.B. Pädagogik, Schauspiel, Gesang, Logopädie oder Theologie wird häufig ein Stimmgutachten gefordert. Die Erstellung ist nach entsprechender Untersuchung möglich.