Neugeborenen-Hörscreening

Oberärztin Hals-, Nasen- & Ohrenheilkunde, Leitende Abteilungsärztin Phoniatrie & Pädaudiologie Dr. Wilma Vorwerk
Oberärztin Hals-, Nasen- & Ohrenheilkunde, Leitende Abteilungsärztin Phoniatrie & Pädaudiologie

Dr. Wilma Vorwerk

Holwedestraße 16, 38118 Braunschweig
Tel.: 0531 595 1050 Ambulanz
Sekretariat Phoniatrie und Pädaudiologie

Yvonne Sammar

Holwedestraße 16, 38118 Braunschweig
Fax: 0531 595 1853
Erreichbarkeit
Montag
08:30 - 13:00 Uhr
Dienstag
08:30 - 13:00 Uhr
Mittwoch
08:30 - 13:00 Uhr
Donnerstag
08:30 - 13:00 Uhr

Die Untersuchungsmethode

Das Neugeborenen-Hörscreening ermöglicht es Hörstörungen schon nach der Geburt zu diagnostizieren, die betroffenen Kinder möglichst früh zu rehabilitieren und ihnen so eine nahezu normale Entwicklung zu ermöglichen. Wird eine Hörstörung nicht so zeitig festgestellt, fallen die Kinder meist durch eine gestörte oder ausbleibende sprachliche Entwicklung auf, die nicht immer aufgeholt werden kann. Die Folge sind dann lange logopädische Behandlungen und eine sonderpädagogische Beschulung.

Seit 2009 steht jedem Kind nach der Geburt eine Untersuchung des Hörvermögens zu. Bei nicht durchgeführtem oder auffälligem Neugeborenen-Hörscreening besteht hier die Möglichkeit die Untersuchung zu wiederholen. Bei Verdacht auf eine Hörstörung wird gleichzeitig eine umfassende pädaudiologische Diagnostik eingeleitet.

Untersuchungen haben ergeben, dass der Diagnosezeitpunkt einer Schwerhörigkeit nicht verbessert wird, wenn beim Screening auffällige Befunde nicht nachverfolgt (getrackt) werden. Leider ist dieses Tracking nicht bundesweit geregelt und jedes Land baut ein eigenes System dafür auf. In Niedersachsen gibt es bisher kein flächendeckendes Tracking und keine übergeordnete Trackingzentrale. In der Region Braunschweig sind wir bemüht ein funktionierendes Screening- und Trackingsystem zu installieren. Dazu wurde eine Kooperation mit dem NHS Nordwest aufgebaut.

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Für die Diagnostik stehen uns neueste frequenzspezifische Untersuchungsverfahren und ein hervorragend geschultes Fachpersonal unter der Leitung einer Ingenieurin für Hörtechnik und Audiologie zur Verfügung.

Nach intensiver Diagnostik erfolgt die Einleitung einer apparativen Versorgung vom Hörgerät bis zum Cochlea Implantat. Die Versorgung mit teilimplantierbaren Hörgeräten und Cochlea Implantaten erfolgt dabei in enger Zusammenarbeit mit der HNO-Klinik. Die auditive und pädagogische Rehabilitation mit Hörgeräten bei Säuglingen und Kleinkindern erfordert sehr viel Erfahrung, spezielles Wissen und Fingerspitzengefühl und ist Grundlage für eine altersgerechte und weitestgehend ungestörte Entwicklung der Kinder. Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, arbeiten wir eng mit den Pädakustikern der Region z.B. im Kinderhör- und Seh Zentrum Braunschweig und mit den Frühförderstellen der Landesbildungszentren für Hörbehinderte in Braunschweig und Hildesheim zusammen.

Weitere Informationen