3-D-konformale Bestrahlung

Chefarzt Strahlentherapie & Radioonkologie, Sprecher des Cancer Center Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann
Chefarzt Strahlentherapie & Radioonkologie, Sprecher des Cancer Center

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

Celler Straße 38, 38114 Braunschweig
Fax: 0531 595 3453

Für viele strahlentherapeutische Behandlungen wird eine dreidimensionale Bestrahlungsplanung (3D-konformal) angewendet.

Welche Ziele hat die Behandlung?

Im Tumor wird eine optimal wirksame Dosisverteilung erzielt und gleichzeitig werden die umliegenden Risikoorgane optimal geschont.

Wie wirkt die Behandlung?

Die Grundlage der 3D-konformalen Bestrahlungstechnik ist ein komplexer Arbeitsprozess zwischen Ärzten, Physikern und MTRA.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Dieser erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst muss der Tumor lokalisiert werden Dafür wird von dem Patienten eine Computertomographie der zu bestrahlenden Region angefertigt. Diese erfolgt auf und mit besonderen Lagerungshilfen und mit speziellen Masken für den Kopf in einer später reproduzierbaren Behandlungsposition (Planungs-CT). Lagerungsmarkierungen werden auf die Haut eingezeichnet und mit hautverträglichen Pflastern fixiert, um die exakte Lagerung unter der Therapie zu gewährleisten. Mit Hilfe eines computerunterstützten Planungssystems definiert der Strahlentherapeut im CT-Bilddatensatz das Zielvolumen und die Risikoorgane.

Im nächsten Schritt wird ein individueller Bestrahlungsplan nach zu Beginn festgelegter Dosisverschreibung und Bestrahlungsart berechnet (virtuelle Therapiesimulation). Diese Planerstellung erfolgt hauptsächlich durch einen Medizinphysiker mit einem Planungsprogramm am Computer. Dabei werden die Einstrahlrichtungen so gewählt, dass nur ein geringer oder gar kein Anteil des Risikoorgans sich im Strahlenfeld befindet. Mit Hilfe des Beam`s Eye Views können die Einstrahlrichtungen optimal festgelegt werden Mit dieser Ansicht sieht man die 3-D-Modelle der Zielvolumina und der Risikoorgane aus der Sicht der Strahlenquelle. Das Strahlenfeld wird mit Hilfe von Multi-Leaf-Kollimatoren (MLC) am das Zielvolumen angepasst. Neben der Wahl der Einstrahlwinkel und der Feldform wird die Strahlungsart und die Energie festgelegt. Um eine Modulierung der Intensität des Strahlenfeldes zu erhalten, werden in der konformalen Planung zusätzlich zu den MLC Keile und Kompensatoren in den Strahlengang gebracht. Nach der Einstellung aller Bestrhalungsparameter kann die Dosisberechnung erfolgen.

Mit Photonen oder Elektronen unterschiedlicher Energie (ultraharte Röntgenstrahlung) wird die Strahlenbehandlung in der Regel über mehrere individuell kollimierte Bestrahlungsfelder durchgeführt. In definierter Lagerungsposition umfährt das Gerät den Patienten und strahlt die berechnete Dosis auf den Tumor ein. Zur Ersteinstellung und zu mehreren Zeitpunkten im Verlauf der Therapie werden Kontrollaufnahmen der Bestrahlungsfelder angefertigt um die Patientenlagerung zu kontrollieren und zu überprüfen, dass die zu bestrahlende Region exakt erfasst wird.

Welche Komplikationen können auftreten?

Von der eigentlichen Bestrahlung spürt der Patient nichts.
Während der täglichen Therapiesitzung wird der Patient über im Bestrahlungsraum befindliche Kameras und Mikrofone überwacht.
Insgesamt wird eine heutzutage durchgeführte Strahlenbehandlung vom Patienten gut toleriert. Über zu erwartende Nebenwirkungen wird der Patient vor der Therapie in einem ausführlichen Gespräch aufgeklärt.