Urologie

Chefarzt Urologie & Uroonkologie, Zentrumsleitung Prostatakrebszentrum Prof. Dr. Peter Hammerer
Chefarzt Urologie & Uroonkologie, Zentrumsleitung Prostatakrebszentrum

Prof. Dr. Peter Hammerer

Salzdahlumer Straße 90, 38126 Braunschweig
Tel.: 0531 595 2353 Sekretariat

Das Klinikum Braunschweig ist ermächtigt, die Facharztweiterbildung auf dem Gebiet Urologie durchzuführen

Weiterbildungsziel

Ziel der Weiterbildung im Gebiet Urologie ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte.

Weiterbildungszeit

60 Monate bei einem Weiterbildungsermächtigten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1, davon können

  • bis zu 12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Chirurgie angerechnet werden
  • 6 Monate in einem anderen Gebiet angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Weiterbildungsinhalt

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Infektionen, Verletzungen und Fehlbildungen des männlichen Urogenitalsystems und der weiblichen Harnorgane sowie Notfallversorgung
  • der Vorbeugung, (Früh-)Erkennung, Behandlung und Nachsorge von urologischen Tumorerkrankungen
  • den Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie einschließlich der Indikationsstellung zur urologischen Strahlentherapie
  • der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • den umwelthygienischen Aspekten der Entstehung urologischer Tumore
  • der Erkennung und Behandlung der erektilen Dysfunktion einschließlich der Erkennung andrologischer Störungen und Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • der Familienplanung und Sexualberatung des Mannes und des Paares
  • der Sterilisation und (Re-)Fertilisierung des Mannes
  • der Erkennung und Behandlung gebietsbezogener endokrin bedingten Alterungsprozesse
  • der Erkennung proktologischer Erkrankungen und der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • der Ernährungsberatung und Diätetik bei urologischen Erkrankungen
  • der Indikationsstellung zur operativen Behandlung und der Risikoeinschätzung und prognostischen Beurteilung einschließlich der Nierentransplantation
  • den Prinzipien der perioperativen Diagnostik und Behandlung
  • endoskopischen und minimal-invasiven Operationsverfahren
  • der Erhebung einer intraoperativen radiologischen Befundkontrolle unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes
  • instrumentellen und funktionellen Untersuchungsmethoden einschließlich urodynamischer Verfahren
  • psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
  • der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen einschließlich den Grundlagen zytodiagnostischer Verfahren sowie Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild
  • Wundversorgung, Wundbehandlung und Verbandslehre
  • der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie
  • der Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung
  • der Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen
  • der Indikationsstellung zur Isotopendiagnostik

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

  • urologische Früherkennungsuntersuchungen
  • Ejakulatuntersuchungen
  • kulturelle bakteriologische und mykologische Untersuchung im Nativmaterial (Urin, Prostatasekret, Ejakulat) unter Verwendung eines Trägers mit einem oder mehreren vorgefertigten Nährböden (z. B. Eintauchnährböden)
  • zytologische Untersuchungen
  • Keimzahlschätzung
  • Nachweis antimikrobieller Wirkstoffe mittels Hemmstofftest
  • Ultraschalluntersuchungen der Urogenitalorgane, des Retroperitoneums und Abdomens einschließlich Doppler-/ Duplex-Sonographien der Gefäße des Urogenitaltraktes
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich suprapubischer Zystostomie, Harnleiterschienung und Legen von Drainagen sowie der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
  • Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale Ernährung einschließlich Sondentechnik
  • Lokal- und Regionalanästhesien
  • urodynamische Untersuchungen einschließlich Provokationstests und Uroflowmetrie
  • extrakorporale Stoßwellenbehandlung
  • urologische Eingriffe einschließlich endoskopischer, laparoskopischer, lasertherapeutischer, ultraschallgesteuerter und sonstiger physikalischer Verfahren,
    • an Niere, Harnleiter, Retroperitonealraum, insbesondere Nephrektomie, Ureteroskopie, Nierenbeckenplastik
    • an Harnblase und Prostata, insbesondere Harn-Inkontinenzoperation, Prostataadenomektomie einschließlich transurethraler Prostata- und/oder Blasentumoroperationen
    • am äußeren Genitale und Harnröhre insbesondere Hodenbiopsie, Zirkumzision, Orchidopexie, Varikozelen/Hydrozelen-Operation, Urethrotomie
  • Mitwirkung bei operativen Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade, insbesondere Radikaloperation bei urologischen Krebserkrankungen

Ablauf im Klinikum Braunschweig

In der Klinik werden jährlich über 5000 operative Eingriffe durchgeführt, der überwiegende Teil hiervon sind große Uro-onkologische Operationen. Die Urologische Klinik ist die größte urologische Klinik in Niedersachsen, sie ist wesentlicher Bestandteil des Cancer Center. Die Klinik verfügt über drei OP-Säle, eine eigene Ambulanz und mehrere Röntgenarbeitsplätze, eine ESWL und einen urodynamischen Arbeitsplatz. Zusätzlich verfügen wir über eine Laparoskopie-Trainingseinheit.
Die Ausbildung erfolgt anhand unseres Ausbildungscurriculums, wobei ein besonderer Wert auf die praktische Ausbildung gelegt wird. Es erfolgt eine ganz intensive Betreuung durch die zuständigen Fachärzte, Oberärzte und den Chefarzt. Im Rahmen der regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen werden rotierend von allen Mitarbeitern verschiedene Fachthemen ausführlich vorgestellt und diskutiert.
Die aktive Teilnahme an den nationalen und internationalen Fachtagungen ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung.Während der Ausbildungszeit erfolgt eine Rotation in die verschidenen Sondersprechstunden.
Schrittweise erfolgt ein Heranführen an die einzelnen Operationen in einem standardisierten Vorgehen, sodass so eine chirurgische Expertise aufgebaut werden kann.
Im letzten Ausbildungsjahr erfolgt die Teilnahme an dem EUREP- Facharztkurs und das europäische Facharztexamen FEBU.

Kliniken

Urologie & Uroonkologie
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Fax: 0531 595 2657