Wiederherstellungschirurgie bei Gewebsverlust

Plastische, Ästhetische & Handchirurgie

Holwedestraße 16, 38118 Braunschweig
Fax: 0531 595 1723

Die Wiederherstellungschirurgie umfasst die Behandlung von Patienten nach Unfällen, Tumorerkrankungen oder mit angeborenen Fehlbildungen aller anatomischen Regionen des Körpers.

Bei welchen Krankheitsbildern ist die Operation geeignet?

  • Unfällen
  • Tumorerkrankungen
  • Angeborenen Fehlbildungen

Welche Ziele hat die Operation?

Ziel ist es Körperstrukturen, Konturen und Funktionen wieder herzustellen.

Wie sind die Erfolgsaussichten der Operation?

Für die Wiederherstellung der Körperform und -funktion, als auch für den Verschluss bzw. die Deckung von Defekten, die durch einfache Naht der Haut nicht verschließbar sind, stehen uns sehr viele rekonstruktive Möglichkeiten zur Verfügung. Auch eine Kombination aus Wiederherstellung der Funktion zum Beispiel auch an der Hand bzw am Arm und Deckung eines Defektes sind möglich. Die Art der Defektdeckung ist von der Lokalisation, der Art des fehlenden Gewebes und der darunter freiliegenden Strukturen, sowie der Anforderung an die mechanische Belastbarkeit der entsprechenden Region abhängig. Formen der Defektdeckung beginnen bei einer einfachen Transplantation von Spalthaut, welche zum Beispiel als sehr dünnes Transplantat vom Oberschenkel entnommen werden kann (Z.n. bei großflächigen tiefen Verbrennungen), die Verschiebung von Gewebe (Haut-/Fettgewebslappen oder Muskel) aus der umliegenden oder ferneren Region (gestielte Lappenplastiken) sowie freie Lappenplastiken mit Transplantation freier Gewebeblöcke (z.B. Muskel, Hautfettgewebslappen, Hautfaszienlappen) von entfernten Orten des Körpers. Oft sind mehrere Operationen erforderlich, nicht zuletzt zur Vorbereitung des Wundgebietes auf die plastisch-rekonstruktive Deckung. Oft kann durch diese Techniken ein langer beschwerlicher Verlauf mit verschiedenen Versuchen der Wundabdeckung, Sekundärheilung (verzögerte Selbstheilung), Auftreten von Infekten bei chronisch offenen Wunden bishin zu Knocheninfekten oder gar eine Amputation verhindert oder deutlich hinausgezögert werden. Ursachen für deckungspflichtige Defekte können Tumorerkrankungen, Diabetes, Rauchen, Unfälle oder Komplikationen nach operativen Eingriffen, wie Infekte, ausgedehnte Druckstellen bettlägeriger Patienten (Dekubitus) oder sonstige chronische oder komplizierter Wunden sein.

Wie ist der Ablauf der Operation?

Bei Tumorerkrankungen, insbesondere der Haut im Kopfbereich, erfolgen zunächst die Entfernung des gesamten Tumors und anschließend die Defektdeckung mittels verschiedener Methoden des Gewebetransfers oder der Gewebeabdeckung (z.B. Basaliom, Plattenepithelcarcinom, etc.). Dies trifft auch für Weichteiltumore (z.B. Sarkome) anderer Körperregionen und Weichteil- sowie Knochentumoren der Hand zu.
In enger Zusammenarbeit mit anderen Kliniken des Hauses, wie der Klinik für Unfallchirurgie, werden schwere Weichteilverletzungen und Gewebsverluste an Armen oder Beinen nach Unfällen oder auch nach Operationen bei Tumorerkrankungen des gesamten Körpers versorgt.

Welche Komplikationen können auftreten?

Da für das Vorliegen eines Defektes in der Regel ein Grund wie Durchblutungsstörung, Gefühlsstörung (Raucherbein, Diabetischer Fuß), Infektion, komplexe Verletzung mit teils ausgedehnten Gewebsverlusten, Verschmutzung und/oder Infektion der Wunde, Schwellungen oder ein geschwächtes Immunsystem vorliegen, sowie andere internistische Begleitumstände, besteht auch ein Risiko, dass Komplikationen durch plastisch-rekonstruktive Eingriffe auftreten. Die Verschiebung oder freie Verpflanzung von Gewebe kann grundsätzlich mit einer Durchblutungsstörung des „Lappens“ (verschwenktes oder transplantiertes Gewebe) einhergehen, teilweise oder vollständig.

Die Eindämmung von Risikofaktoren für Wundheilungsstörungen (Rauchen, Diabetes, Vitamin-/Mineralienmangel, chronische Cortisoneinnahme, Nierenerkrankungen, Durchblutungsstörungen durch zu enge Arterien oder Abflussstörungen durch schwache Venen) wird berücksichtigt.

Wissenswertes

Wir kooperieren in der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie naturgemäß mit nahezu allen anderen internistischen und chirurgischen Fachdisziplinen: Unfallchirurgie, Gynäkologie, Gefäßchirurgie/Angiologie, Herzchirurgie, Urologie, HNO, Allgemeinchirurgie, Diabetologie, Nephrologie. Häufig erfolgt die Übernahme von zuvor durch andere Fachdisziplinen vorbehandelten Patienten aus anderen Abteilungen oder die konsiliarische Beratung oder Mitbehandlung durch uns.