Diagnostik und Behandlung von Prostataerkrankungen

Urologie & Uroonkologie

Salzdahlumer Straße 90, 38126 Braunschweig
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Vorsorge & Prävention

  • Bei der Transrektalen Ultraschalldiagnostik wird eine spezielle Ultraschallsonde in den Enddarm geführt, um eine möglichst genaue sonografische Aufnahme der Prostata zu erlangen. Durch diese Untersuchung können echoarme Areale innerhalb der Prostatadrüse diagnostiziert werden. Neben der Möglichkeit, krebssuspekte Areale zu entdecken, können auch andere Veränderung in der Prostata gesehen werden. So kann unter anderem die Größe der Prostata bei gutartigen Prostatavergrößerungen, zystische Veränderung (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume), Verkalkungen und Entzündungen erkannt werden.
    Aufgrund der guten Nutzbarkeit der transrektalen Sonografie, wird dieser in der Routine bei den Prostatabiopsien (Probeentnahme) verwendet.
    Die transrektale Ultraschalluntersuchung eignet sich hervorragend für eine Vorsorgeuntersuchung.

Diagnostik

  • ANNA C/TRUS ist ein datenbankgestütztes Analysesystem mit Parametern zur Erkennung auffälliger Areale in der Prostata, das auf Basis einer großen Serie histo­pathologisch verifizierter Vergleiche zwischen Ultraschallbildern und Radikal-Prostatektomie-Präparaten erstellt wurde. Mit Hilfe der „artifiziellen neuronalen Netzwerkanalyse“ (ANNA) lassen sich aus den computergestützten Ultraschallbildern Informationen herausfiltern und auswerten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.

    Die Bildpunkte der Ultraschallaufnahmen wurden mit Auswertungen von operativ entferntem Prostatagewebe genau verglichen und verrechnet. Die Prostatapräparate, Großflächenschnitte, wurden hierzu eingescannt und mittels Computertechnik exakt über die Ultraschallaufnahme gelegt. Mit diesen Daten wurde ANNA gefüttert.

    Patienten die ein negatives Erstbiopsie-Ergebnis bei steigenden PSA Wert haben, kann ANNA C/TRUS angeboten werden. Hierbei wird im ersten Schritt die Prostata durch die transrektale Sonographie in mehreren Schichten aufgenommen und gespeichert (Dauer der Untersuchung: 5 Minuten). Diese Daten werden dem Analysesystem ANNA C/TRUS zur Verfügung gestellt. Anschließend erhält der Arzt die Analyseergebnisse und kann so bei einer Veränderung in einer zweiten Sitzung eine gezielte Biopsie entnehmen.

  • Der PSMA Pet-Scan mit Einsatz des neuen Tracers Gallium-68 PSMA zählt zu den modernsten Untersuchungsmöglichkeiten in der Prostata-Karzinom-Diagnostik. 
  • Die Ultraschall-Elastographie wird für den Tumornachweis bei einem Verdacht auf ein Prostatakarzinom eingesetzt. 

    Die Ultraschall-Elastographie basiert auf der transrektalen Sonografie. Durch das spezielle Sonographiegerät ist es möglich, in der Prostata unterschiedlich Gewebehärten zu definieren. Dieses wird in Form eines Elastogramms mit unterschiedlichen Farben dargestellt. Diese Untersuchung erfordert eine langjährige Expertise und wird deshalb nur in spezialisierten Zentren wie z.B. im Klinikum Braunschweig durchgeführt.

    Durch langjährige Erfahrung mit dieser Untersuchung kann der Arzt verhärtete Areale, die möglicherweise krebssuspekt sind, schnell erkennen und gezielter biopsieren. Diese Untersuchung kann auch mit einer Fusionsbiopsie kombiniert werden.

  • Die Multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) wird in der weiterführenden Diagnostik bei dem Verdacht auf eine Krebserkrankung der Prostata verwendet. 

    Hierbei wird vor allem bei den Patienten eine MRT-Untersuchung durchgeführt, die bei einem steigenden PSA-Wert und einer ersten negativen Probeentnahme weiter einen Verdacht auf ein Prostatakarzinom haben.

    Die MRT-Untersuchung hilft zusätzlich bei einer möglichen Entscheidung für eine aktive Überwachung (Active surveillance) bei einem lokalisierten Prostatakarzinom.

    Wir führen seit vielen Jahren die MRT-Untersuchung der Prostata in enger Kooperation mit unserem Radiologen durch, die Veränderungen werden nach einem standardisierten Protokoll beurteilt und beschrieben (PI-RADS).
    Sollte sich eine auffällige Veränderung in der MRT-Untersuchung darstellen, kann diese Veränderung durch eine gezielte MRT Fusion Untersuchung weiter abgeklärt werden. Hierbei wird das MRT-Bild mit dem live sonografischen Bild kombiniert, sodass beide Untersuchungsformen genau übereinander gelagert sind. Durch diese genaue Darstellung können nun die Biopsien exakter entnommen werden.

  • Bei der Transrektalen Ultraschalldiagnostik wird eine spezielle Ultraschallsonde in den Enddarm geführt, um eine möglichst genaue sonografische Aufnahme der Prostata zu erlangen. Durch diese Untersuchung können echoarme Areale innerhalb der Prostatadrüse diagnostiziert werden. Neben der Möglichkeit, krebssuspekte Areale zu entdecken, können auch andere Veränderung in der Prostata gesehen werden. So kann unter anderem die Größe der Prostata bei gutartigen Prostatavergrößerungen, zystische Veränderung (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume), Verkalkungen und Entzündungen erkannt werden.
    Aufgrund der guten Nutzbarkeit der transrektalen Sonografie, wird dieser in der Routine bei den Prostatabiopsien (Probeentnahme) verwendet.
    Die transrektale Ultraschalluntersuchung eignet sich hervorragend für eine Vorsorgeuntersuchung.

Therapie & Verfahren

  • PSMA-basierte Therapie
  • Bei der Lasertherapie handelt es sich um eine minimalinvasive Behandlung der Prostata
  • Bei der Fokalen Therapie wird nicht die gesamte Prostata behandelt - die Behandlung wird auf den Tumorherd fokussiert
  • Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen
  • Bei der bipolaren Tumorresektion wird das erkrankte Gewebe aus der Harnblase oder der Prostata entfernt
  • Eine Lymphknotenentfernung ist in der Urologie oft aus diagnostischen Gründen nötig bevor die Bestrahlung eines Prostatatumors stattfinden kann