Der Brötchenexpress ist unterwegs

Freiwillige fahren Backwaren von sander’s backstube in die hiesigen Kliniken

Seit Mitte März fahren Falk-Martin Drescher, Dr. Nicolas Petrek und Babak Khosrawi-Rad tagtäglich die drei Standorte des Städtischen Klinikums Braunschweig, das Marienstift sowie das Herzogin Elisabeth Hospital an. Der Kofferraum sowie die Rücksitze sind dabei voll belegt: Mit zahlreichen Tüten von sander’s backstube.

Manuela Sander, Geschäftsführerin von sander’s backstube, denkt zurück: „Wir haben eine Anfrage von Falk-Martin Drescher bekommen, der die Kliniken gerne mit Backwaren eine kleine Stärkung überbringen wollte. Wir haben darüber in der Geschäftsführung gesprochen und im Grunde innerhalb eines Tages entschieden: Die Idee unterstützen wir gern.“ Drescher selbst kam spontan auf den Gedanken der Aktion. „Ich habe mich gefragt, wie ich im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas Hilfe leisten kann. Und so habe ich unterschiedliche Akteure aus meinem Netzwerk aktiviert und schließlich zusammengebracht.“

Gemeinsam etwas Gutes tun

sander’s backstube stellt täglich unzählige Tüten an süßen und herzhaften Backwaren zur Verfügung, unterwegs ist Drescher mit den anderen Engagierten in einem Fahrzeug, das ihnen vom Volvo Autohaus Schmetzer aus Braunschweig bereitgestellt wird. „So haben wir genug Platz für all die Leckereien“, freut sich Drescher. In einem wechselnden Rhythmus werden jeden Tag – auch am Wochenende oder Feiertagen – die Kliniken angefahren und zum frühen Abend hin mit den Snacks versorgt. Die freiwilligen Helfer erklären: „Das Feedback ist jedes Mal toll. Die Ärzte, Pfleger und weiteren Mitarbeiter der Kliniken sind immer wahnsinnig dankbar.“ Ausgestattet mit Mundschutz und Handschuhen werden die Backwaren stets dem jeweiligen Klinikpersonal übergeben.

„Die Aktion ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir glauben daran, dass wir gemeinsam etwas Gutes erreichen können. Damit wollen wir einerseits eine kleine Stärkung überbringen, andererseits ein großes ‚Dankeschön‘ mit auf den Weg geben. Unsere Gedanken sind bei all den Kollegen, die derzeit unter Höchstbelastung arbeiten“, erläutert Geschäftsführerin Sander. Apropos etwas Gutes erreichen. Drescher dazu: „Im Grunde wollen wir mit dem Vorhaben auch andere inspirieren, sich Hilfsaktionen anzuschließen oder eigene zu initiieren.“ Es gebe zahlreiche Berufsgruppen, die von der Corona-Krise einerseits besonders betroffen, andererseits durch die damit verbundenen Umstände stark eingebunden sind. „Vielleicht können wir jenen ein wenig unter die Arme greifen.“

Wie lange Drescher, Petrek, Khosrawi-Rad und die weiteren Helfer künftig täglich die Kliniken noch mit Backwaren versorgen wollen? „Erstmal haben wir kein Ende definiert“, skizziert Drescher. „Solange die beteiligten Partner und wir es ermöglichen können – geht es weiter.“ Der Brötchenexpress, er bleibt auf der Straße.