Operative Korrektur bei überschüssiger Haut

Plastische, Ästhetische & Handchirurgie

Holwedestraße 16, 38118 Braunschweig
Fax: 0531 595 1723

Die postbariatrische Chirurgie nach massiven Gewichtsverlust umfasst, insbesondere nach schnellem Gewichtsverlust bzw. nach bariatrischem Eingriff, die Korrektur einer ausgeprägten überschüssigen Haut.

Bei welchen Krankheitsbildern ist die Operation geeignet?

  • nach massivem Gewichtsverlust (eigenmotiviert oder nach bariatrischem Eingriff)
  • bei altersbedingter Erschlaffung der Haut
  • erschlaffende Brust (altersbedingt, nach Geburt und Stillzeit, aufgrund mangelnder Hautelastizität)
  • Fettschürze
  • überlappende Hautpartien an Oberarmen, Oberschenkel, Rücken, Gesäß, Bauch, Flanken

Welche Ziele hat die Operation?

Die Operation wird im Nachgang an einen massiven Gewichtsverlust durchgeführt um überschüssige Hautpartien zu entfernen und die verbleibende Haut zu straffen.

Wie sind die Erfolgsaussichten der Operation?

Durch diese Operationen kann in der Regel ein eindrucksvoller Soforteffekt der Massereduktion und Körperkonturierung mit unmittelbarer Verbesserung der Ästhetik, Erleichterung der Körperbeweglichkeit sowie der Körperhygiene erreicht werden.

Wie ist der Ablauf der Operation?

Im Rahmen einer neuen Körperkonturierung wird überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt, bzw. teilweise zur Rekonstruktion z.B. auch einer erschlafften Brust genutzt. Die körperformenden Operationen umfassen hierbei bei Hautüberschuss im Bereich des Bauches die Bauchdeckenstraffung, im Bereich der Brust die Brustrekonstruktion im Sinne einer Straffung, Augmentation (Wiederauffüllung durch körpereigenes Gewebe oder Implantat). Straffung der überschüssigen Haut im Bereich der Oberarme, Oberschenkel, teilweise mit angleichender Fettabsaugung (Liposuction), Halsstraffung sowie oberes und unteres Bodylift. Nach dem ersten persönlichen ausführlichen Gespräch über die operativen Möglichkeiten und nach umfassender Befunderhebung erhält der Patient/die Patientin ein Schreiben zur Einreichung bei der Krankenkasse. Wir unterstützen sie auf ihrem Weg von der Beantragung der Kostenübernahme bis zur operativen Therapie mit anschließender konsequenter Nachbehandlung.

 

Welche Komplikationen können auftreten?

Wie jeder operative Eingriff, bergen auch Straffungsoperationen gewisse Risiken abhängig von der Körperregion. Werden zum Beispiel Brustimplantate bei einer Bruststraffung verwendet, kann man das Risiko für die Ausbildung einer verhärteten möglicherweise auch schmerzhaften und deformierenden Implantatkapsel nicht ausschließen, ebenso die Bildung eines sehr seltenen Tumors an oder in der Kapsel (ALCL) sowie ein Nachsacken der Brust. Auch kann es zu einem Nachsacken jeder Region gestraffter Haut kommen, insbesondere bei in der Elastizität vorbestehend eingeschränkten Hautqualität, gleiches gilt für die Entstehung verbreiterter Narben. Bei erneuter relevanter Gewichtszunahme und Schwangerschaft kann sich auch das Operationsergebnis verändern und die Haut unterliegt wieder einem erhöhten Risiko, überschüssig zu sein.

Wissenswertes

Eine wünschenswerte Vorraussetzung für diese Operationen ist ein über zumindest 6 Monate konstant gehaltenes realistisches Zielgewicht und möglichst der Verzicht auf Rauchen.

In den allermeisten Fällen wird bei der Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme für körperstraffende Eingriffe gestellt. Dies erfolgt durch Anfertigung eines ausführlichen Briefes, der durch Sie bei der Krankenkasse eingereicht wird, wenn erforderlich, unterstützen wir Sie auch bei einem Widerspruch. Bereiten Sie sich auch darauf vor, dass die Krankenkasse oder der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) um Fotos der Befunde bittet, diese können wir für Sie mit Ihrer eigenen Kamera in standardisierter Technik aufnehmen, wenn Sie diese zum ersten Termin mitbringen.

Wir haben zudem enge Kooperationen mit Allgemeinchirurgen und Gynäkologen, welche unsere Hauptzuweiser und Ansprechpartner bei fachübergreifenden Fragestellungen sind.

„Das ganze Programm“: Die Behandlung von Übergewicht ist ein komplexes Unterfangen, beginnend beim Verständnis von Ernährungsempfehlungen, Gesundheits- und Wohlfühlaspekten sowie Sport- und Bewegungslehre. Die Gewichtsreduktion kann eigenmotiviert durch Ernährungsumstellung/-reduktion und/oder sportliche Aktivität oder mithilfe unterstützender Eingriffe wie Magenbypass-Operation, Schlauchmagen-Operation, Magenballon, Magenring,… seine Gewichtsreduktion erreicht werden. Ist der zum Beispiel ein massiver Gewichtsverlust bis auf ein gesundes Endgewicht erreicht, resultieren in der Regel ausgedehnte Hautüberschüsse oben genannter Regionen, welche wir hier operativ korrigieren können, meist in mehreren Schritten. Für den langen Weg gibt es verschiedene begleitende Partner, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen: Ernährungsberater, Physiotherapeuten, Psychologen und die Krankenkassen mit der finanziellen Unterstützung der Teilnahme an Sport- und ähnlichen Kursen sowie der Beiträge in Fitnessstudios. Die zur Verfügung stehenden operativen Disziplinen sind die Allgemein- bzw. Viszeralchirurgie und wir als Plastisch-Rekonstruktive sowie Ästhetische Chirurgie.