PET-CT

Anmeldung PET-CT

Salzdahlumer Straße 90, 38126 Braunschweig
Fax: 0531 595 2786

Die PET-CT ist ein bildgebendes Verfahren, das auf der Kombination der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und der Computertomografie (CT) basiert. Mit dem PET-Verfahren können biologische Funktionen des menschlichen Körpers in Form von Bildern dargestellt werden. Dieses Verfahren kann Stoffwechselvorgänge abbilden, so kann z. B. der erhöhte Zuckerstoffwechsel in erkranktem Gewebe (Tumor, Entzündung) gut von dem niedrigeren Stoffwechsel des gesunden Gewebes differenziert werden. Die PET-Bilder, die räumlich und anatomisch nur grob zuzuordnen sind, können durch die gleichzeitig erstellte Computertomografie (CT) mit sehr guter räumlicher Auflösung anatomischen Strukturen sicher zugeordnet werden. Hierdurch können biologische Stoffwechselvorgänge und anatomische Befunde zusammengeführt werden, die für Diagnostik und Therapieplanung von Bedeutung sind.

Bei welchen Krankheitsbildern ist die Untersuchungsmethode geeignet?

Das Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin führt PET-CT-Untersuchungen mit dem Zuckermolekül FDG vor allem zur Diagnostik von Tumorerkrankungen durch. Hierbei erscheint insbesondere bei den nachfolgend aufgeführten Tumorarten die PET-CT-Untersuchung von besonderem Vorteil:

  • Lungenkrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Dick- und Enddarmkrebs
  • Lymphdrüsenkrebs
  • Hautkrebs (malignes Melanom)
  • Krebsformen im HNO-Bereich
  • Brustdrüsenkrebs
  • Knochen- und Weichteilkrebs

Für die Untersuchung bei Prostatakrebs steht eine besondere Substanz zur Verfügung (PSMA), die in Uni-Studien erfolgreich getestet worden ist. Der primäre Krankheitsherd wie auch die Krankheitsausbreitung über Lymphknoten oder Tochtertumore (Metastasen) kann von der PET-CT erfasst werden. Dadurch ist dieses Verfahren häufig Grundlage für eine exakte Therapieplanung. Des Weiteren hat die PET-CT Bedeutung für die Nachsorge nach Tumorerkrankungen, insbesondere um ein ausreichend gutes und langfristiges Ansprechen der Erkrankung auf die Behandlungsmaßnahmen zu erfassen. In anderen Bereichen ist die PET-CT auf besondere Fragestellungen begrenzt. Dies gilt insbesondere für Erkrankungen des Gehirns (Demenz) und des Herzens (Durchblutungsstörungen).

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Die Untersuchung - routinemäßig mit einem radioaktiv markierten Zuckermolekül (FDG) durchgeführt - erfolgt nüchtern. Erlaubt sind vor der Untersuchung ungesüßter Tee oder Mineralwasser. Zu Beginn der Untersuchung wird eine kleine Kanüle in die Armvene gelegt und der radioaktiv markierte Zucker (FDG) in die Blutbahn gegeben. Nach einer Wartezeit von etwa einer Stunde ist eine ausreichende Verteilung im Körper erreicht und die Aufnahmen im PET-CT-Scanner beginnen. Zusätzlich wird zur PET-Untersuchung eine Computertomografie durchgeführt, bei der mitunter ebenfalls ein jodhaltiges Kontrastmittel appliziert wird. Die Gesamtdauer der Untersuchung (einschließlich Wartezeit vor Untersuchungsbeginn) beträgt ca. 2-3 Stunden.

Bei Patienten mit Diabetes mellitus sind besondere Vorbereitungen zu treffen.

  1. Insulinpflichtiger Diabetes mellitus:
     
    a) Patienten mit ausschließlich Kurzzeitinsulin:
    Der Patient darf am Vortag der Untersuchung abends ein leichtes Abendbrot einnehmen und das kurzwirksame Insulin spritzen. Am Untersuchungstag sollte morgens um 6:30 Uhr ein leichtes Frühstück eingenommen werden und das Kurzzeitinsulin wie üblich gespritzt werden. Anschließend nüchtern bleiben (ungesüßte Getränke und Wasser erlaubt). Die letzte Insulingabe sollte 4 Stunden vor der FDG- Injektion sein. Die Untersuchung findet am späten Vormittag (meist 10:50Uhr) statt.
     
    b) Patienten mit Langzeitinsulin (stationär):
    Werden durch die zuständigen Stationsärzte / Diabetologen auf Insulinpumpe umgestellt. Die Insulinpumpe wird am Untersuchungstag abgestellt, meist wenn der Patient zur PET-CT-Untersuchung von Station abgeholt wird (ca. 1 1/2 Std. vor FDG-Injektion bzw. individuell).
     
    c) Patienten mit Langzeitinsulin (ambulant):
    Sollten vor der PET-CT-Untersuchung durch den zuständigen Hausarzt / Diabetologen auf Kurzzeitinsulin umgestellt werden. Dann Vorgehen wie unter „a“.
     
  2. Oral eingestellter Diabetes mellitus:
    Der Patient darf am Vorabend der Untersuchung ein leichtes Abendbrot und seine Diabetestabletten einnehmen. Am Untersuchungstag dürfen die Diabetestabletten NICHT eingenommen werden und der Patient soll nüchtern sein (Wasser und ungesüßte Getränke erlaubt). Der Patient wird am frühen Vormittag (meist 1./2. Termin) untersucht.

Der Blutzucker sollte im Idealfall unter 120mg/dl liegen. Ein leicht erhöhter Blutzuckerspiegel kann toleriert werden (<150mg/dl). Eine adäquate Beurteilbarkeit und Aussagekraft der FDG-PET-CT-Untersuchung ist aufgrund der Untersuchung mit radioaktiv markierten Zuckermolekülen nur dann möglich, wenn der Blutzucker im adäquaten Bereich vor Untersuchungsbeginn ist. Die letzte (Kurzzeit-) Insulingabe sollte mindestens vier Stunden zurück liegen. Andernfalls ist eine Anreicherung eines FDG-positiven Malignoms nicht sicher gewährleistet und die Aussagekraft der Untersuchung unzureichend. Daher wird je nach aktuellem Blutzucker vor der Untersuchung die Untersuchung kurzfristig oder mittelfristig verschoben. Bei Blutzucker >150mg/dl zunächst falls möglich Wasser trinken, körperliche Bewegung (mäßig) und erneute Blutzuckermessung nach 20 Minuten. Falls weiterhin deutlich erhöht wird die Untersuchung in Rücksprache mit dem betreuenden Doktor abgebrochen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die PET-CT-Untersuchung beinhaltet eine Strahlenexposition, die durch die Verabreichung des schwach radioaktiv markierten Zuckers Fluor-18 FDG (PET-Untersuchung) und durch die Röntgenuntersuchung (CT-Untersuchung) bedingt ist. Falls eine zusätzliche Kontrastmittelgabe für die CT-Untersuchung erforderlich ist, sind die allgemeinen Nebenwirkungen (siehe Computertomografie / Kontrastmittel und die selten auftretende Möglichkeit einer Kontrastmittelallergie gegeben. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Vorteile einer verbesserten Diagnostik die Risiken einer Strahlenexposition bzw. Kontrastmittelanwendung deutlich übersteigen.