Warnstreik der Gewerkschaft ver.di bei der Klinikdienste Braunschweig GmbH

31.08.2026

Am 3. September ruft die Gewerkschaft ver.di im Rahmen der laufenden Verhandlungen mit der zu einem Warnstreik bei der Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH auf. Die Geschäftsführung der Klinikdienste GmbH sowie des skbs bedauert diese Entwicklung angesichts der bisher stattgefundenen, transparent geführten Sondierungsgespräche ausdrücklich, insbesondere, weil sie im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Unternehmens ein Gegenangebot unterbreitet hatte. Beide Parteien bleiben weiterhin miteinander im Gespräch.

Die Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Städtischen Klinikums Braunschweig (skbs) und beschäftigt etwa 800 Mitarbeitende. Ihre Hauptaufgabe ist die Gebäudereinigung in den Kliniken, dazu kommen Beschäftigte im Bereich Hauswirtschaft, Transportdienste, Bistro und Spülküchen.

Durch den Streik können sich Abläufe im Bereich der Reinigung, der Ver- und Entsorgung verzögern. Die Patientenverpflegung bleibt sichergestellt, lediglich einzelne Geschirrkomponenten können getauscht werden oder fehlen.

Die grundsätzliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten ist während des Streiks gleichzeitig vollumfänglich sichergestellt. Im Vorfeld wurde mit der Gewerkschaft eine entsprechende Notdienstvereinbarung geschlossen. Sie regelt Art und Umfang der erforderlichen Notdienste im Rahmen eines stattfindenden Arbeitskampfes, wenn es sich um besonders kritische Bereiche handelt – wie beispielsweise bei einem Krankenhaus. Dafür stellt die Gewerkschaft in einem mit dem Arbeitgeber verhandelten Umfang für bestimmte Bereiche Mitarbeiter zur Verfügung, die ansonsten ihr Streikrecht genutzt hätten. Im skbs betrifft dies beispielsweise kritische Bereiche wie die Reinigung von OPs, Transportdienste für Medikamente oder für Labore.

Seit dem 25. Juni befindet sich die Geschäftsführung der Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH im Gespräch mit Vertretern der Gewerkschaft ver.di. Die Gewerkschaft fordert den Einbezug der Mitarbeitenden der Klinikdienste in den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst. Nach aktuellem Stand wäre die Klinikdienste GmbH nicht in der Lage, diese Kostensteigerungen auszugleichen. Daher schätzen sowohl die Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH als auch das skbs als Muttergesellschaft als kritisch für den Weiterbetrieb ein. Gesprächstermine fanden zuletzt am 14. sowie am 28. August statt.

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