Neue Struktur: Städtisches Klinikum Braunschweig bündelt Fachbereiche in Zentren

20.05.2026

Das Städtische Klinikum Braunschweig plant für die Zukunft eine grundlegende Neuorganisation seiner medizinischen Struktur: Künftig sollen die verschiedenen Fachbereiche in neun medizinischen Zentren zusammengefasst werden.

Medizinische Zentren sind organisatorische Einheiten, in denen mehrere, fachlich eng miteinander vernetzte und zusammengehörige Kliniken gebündelt werden. Einige solcher Zentren gibt es am skbs bereits: Beispielsweise das Herzzentrum oder das Cancer Center. Neben dem Ausbau bestehender Zentren sind weitere Zentren für Rekonstruktionsmedizin, Altersmedizin oder Eltern-Kind-Medizin geplant. 

„Bei der Bildung von Zentren geht es uns um drei wesentliche Vorteile: Eine bessere medizinische Versorgung, kürzere Wege in den Zentren und somit Entlastung der Mitarbeitenden. Ganz konkret – Versorgung aus einer Hand“, erklärt Priv. Doz. Dr. Alina Dahmen, medizinische Geschäftsführerin des skbs.

Enger zusammenarbeitende Kliniken können einander zukünftig bei Engpässen besser unterstützen und gemeinsam Aufgaben bewältigen. Weniger Abstimmung über mehrere Stationen, klarere Zuständigkeiten und zentrale Ansprechpartner für Patienten und niedergelassenen Ärzte sind die Ziele.

„Mit der Einführung medizinischer Zentren bereitet sich das Städtische Klinikum gezielt auf die Anforderungen des künftigen Zentralklinikums vor“, sagt Jan-Olaf Klok, kaufmännischer Geschäftsführer des skbs. Die neue Struktur ist auch für die Nutzung von Fördermitteln aus dem Transformationsfonds von Bund und Ländern relevant, mit dem Krankenhäuser bei der Modernisierung unterstützt werden. Das Städtische Klinikum Braunschweig plant, über diesen Fonds den weiteren Ausbau des Standortes Fichtengrund 1 zum Zentralklinikum zu finanzieren.

Die Einführung der Zentren sowie die Umorganisation sind als Zielbild formuliert, der Weg dorthin wird jedoch noch dauern. Die Kliniken werden in der Zukunft umfassend in den Prozess einbezogen.

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