Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Braunschweig hat einen neuen Abteilungsleiter für den Bereich Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin. Dr. Jost Wigand Richter hat die neu geschaffene Position seit dem 1. April inne. Der 48-Jährige war zuvor Oberarzt der Abteilungen Neonatologie sowie Neuropädiatrie im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover. Er ist Facharzt für Kinder und Jugendmedizin, Neonatologie sowie Neuropädiatrie.

Der Ärztliche Direktor Thomas Bartkiewicz erläutert: „Aufgrund der Wichtigkeit und der Spezialisierung in der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin war es wichtig, eine eigenständige Abteilung in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zu gründen. Dies ist strategisch notwendig gewesen, um den Anforderungen einer hochspezialisierte Versorgung von kleinsten Neugeborenen/Frühchen auf universitärem Niveau für die Zukunft weiterhin gerecht zu werden.“ Prof. Hans Georg Koch, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, ergänzt: „Die Stelle der neuen Abteilungsleitung mit Dr. Jost Wigand Richter zu besetzen, war ein Glücksfall. Er erfüllt alle Erwartungen, die wir an diese neue Abteilung und dessen Leitung knüpfen. Dazu zählt auch die Stärkung einer eigenen ärztlichen Nachwuchsförderung.“

In der Abteilung für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin am Klinikum Braunschweig werden neben Neu- und Frühgeborenen auch schwer kranke Kinder aller Altersstufen in engem Verbund mit der Kinderklinik sowie der Abteilung für Kinderchirurgie betreut. Dabei umfasst die Abteilung zwei eng verzahnte Bereiche: den Intensivbereich am Standort Celler Straße im Perinatalzentrum mit einer Wand-an-Wand-Versorgung mit dem Kreißsaal sowie den Spezialpflegebereich für die nicht intensivtherapiepflichtigen Neu- und Frühgeborenen am Standort Holwedestraße. Im kommenden Jahr ist eine Zusammenlegung beider Bereiche am Standort Celler Straße geplant. Dadurch soll das Perinatalzentrum weiter gestärkt werden und die bestmögliche Versorgung von Früh- oder erkrankten Neugeborenen ohne belastende Krankentransporte gewährleistet werden. Darüber hinaus soll die direkte Mit-Aufnahme von Eltern, zunächst im Spezialpflegebereich, weiter ausgebaut werden.

Bei der Neuorientierung der Abteilung kann Dr. Richter seine langjährigen Erfahrungen in einem der größten Perinatalzentren Niedersachsens einfließen lassen. Sein Ziel ist es, am Klinikum Braunschweig die familienzentrierte Betreuung innerhalb der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin zu stärken und auf der Grundlage der bereits etablierten entwicklungsfördernden Pflege weiter auszubauen. Dr. Richter hat hierbei insbesondere die Einbindung von Familien mit früh geborenen Kindern im Fokus: „Statt Freude über die Geburt stehen oft Angst und Sorgen im Vordergrund. In dieser besonderen Situation integriert die familienzentrierte Betreuung die Eltern und Familien in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Fachpersonen.“ Hierbei gehe es vor allem darum, die Familien in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken. Richter: „Die Eltern werden durch das interprofessionelle Team umfassend informiert, in die gemeinsame Pflege und Versorgung ihres Frühgeborenen integriert und dadurch aktiv in den Betreuungsprozess involviert.“

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