9 Fragen und Antworten rund um das Thema

1. Um welche Art Virus handelt es sich?
Coronaviren als Gruppe verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten.

2. Was tut das Virus 2019-nCoV?
Der aktuelle Ausbruch wird durch ein neuartiges Coronavirus verursacht, das genetisch eng mit dem SARS-Virus verwandt ist. Viele Eigenschaften des Virus sind jedoch noch unbekannt. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten.

3. Welche Symptome zeigen infizierte Menschen?
Gewöhnliche Coronaviren verursachen meistens milde Erkältungssymptomatik mit Husten und Schnupfen. Bestimmte Coronaviren können aber auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen, und zu Lungenentzündungen führen. Das neue Coronavirus scheint mit einem schwereren Verlauf einherzugehen.

4. Wie wird das Virus übertragen?
Anfangs gingen die Behörden in China davon aus, dass sich alle Patienten auf dem Markt infiziert haben. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tagen beträgt.

5. Wie kann man sich und andere schützen?
Um die Ausbreitung respiratorisch übertragbarer Krankheiten zu vermeiden, sollten gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten gehalten werden. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.

6. Wie ist das SKBS auf mögliche Verdachts- und/oder Infektionsfälle vorbereitet?
Die Versorgung von Verdachts- wie bestätigten Fällen richtet sich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sowie den davon abgeleiteten Vorgaben des Instituts für Mikrobiologie, Immunologie und Krankenhaushygiene (IMIK) für eine regelhafte Behandlung und Versorgung dieser Patientengruppe. Bei potenzieller Entwicklung zu einem Großereignis an Infektionen in der Stadt und Region greift der Alarmplan des Klinikums. Diese Situation ist zurzeit nicht eingetreten.

7. Wie agieren zurzeit die Verwaltung und relevanten Akteure in der Stadt Braunschweig?
Die Stadt (inkl. Gesundheitsamt), die Feuerwehr, die Kassenärztliche Vereinigung und das Klinikum Braunschweig haben sich darauf verständigt, dass eine ambulante Betreuung von potenziell infizierten Menschen Vorrang vor der Behandlung in stationären Einrichtungen haben soll, um Übertragungswege und Neuinfizierungen (insbesondere während der Inkubationszeit) auf ein Minimum zu reduzieren. Sofern nicht bereits ein gesundheitlicher Notfall eingetreten ist, wird optimaler Weise der Hausarzt und der kassenärztliche Notdienst telefonisch kontaktiert und die weiteren Schritte besprochen. Im Bedarfsfall agieren daran anschließend Rettungsdienste, Krankentransporte und die stationären Gesundheitseinrichtungen (also auch das SKBS) und übernehmen die weitere Versorgung, wenn die häusliche Betreuung nicht hinreichend sein sollte.

8. Was ist ein begründeter Verdachtsfall?
1. Klinik (Allgemeinsymptome (Fieber), Lokalsymptome: Husten (Schnupfen/laufende Nase gehört nicht zum typischen Bild) und/oder radiologische Evidenz für eine akute untere Atemwegs-infektion)

und 

2. Herkunft (Innerhalb der letzten 14 Tage: Aufenthalt in einem Risikogebiet (kann sich ständig ändern; aktuell China/Hubei), Kontakt zu einem sicher an 2019-nCoV-Erkrankten)

9. Wo gibt es online zeitnah aktualisierte und validierte Informationen?