Der Umzug der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin von der Holwedestraße in die Salzdahlumer Straße wird bereits im kommenden Frühjahr stattfinden – und damit sechs Jahre früher als geplant. Das hat jetzt der Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Braunschweig, Dr. Andreas Goepfert, angekündigt: „Ermöglicht wird das durch eine aktualisierte und optimierte Bauplanung.“ Dadurch könne auch die Realisierung des Zwei-Standorte-Konzepts, das letztlich die Aufgabe des Klinikum-Standortes Holwedestraße vorsieht, um drei Jahre auf 2023 vorgezogen werden.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, äußerte sich sehr erfreut: „Damit wird ein wichtiger Meilenstein in der hochwertigen medizinischen Versorgung der Bevölkerung gelegt.“ Möglich wird die Maßnahme, weil am Standort Salzdahlumer Straße das bereits im Innenausbau befindliche Regiegebäude künftig nicht nur von der Pneumologie, sondern auch von der Kinderklinik genutzt werden kann. Künftig existiert dort am Standort ein zentraler Anlaufpunkt mit Kinder-Notaufnahme, Kinderchirurgie und Kinderklinik, inklusive einer besseren Elternunterbringung. Zeitgleich mit dem Umzug der Kinderklinik in die Salzdahlumer Straße soll die Kinderstation K3 in die Celler Straße in die Nähe der Neonatologie umziehen. Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) wird vorerst in den bisherigen Räumlichkeiten der Holwedestraße verbleiben, weil aufgrund des erforderlichen Raumbedarfs eine Lösung am Standort Salzdahlumer Straße aktuell nicht zu realisieren ist.

„Kinderklinik und Kinderchirurgie bilden damit bereits ab 2020 ein gemeinsames pädiatrisches Zentrum“, betonte Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz. Verlegungen von Kindern für bildgebende Diagnostik und wichtige endoskopische Eingriffe zwischen den Standorten gehörten ab 2020 der Vergangenheit an. „Möglichkeiten der konsiliarischen Einbeziehung von zahlreichen Spezialisten erhöhen sowohl die medizinische als auch die prozessuale Qualität für die Behandlung von Kindern“, so Bartkiewicz weiter.

Auch der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Hans Georg Koch, freute sich: Mit bis zu 16 Ein- und 13 Zwei-Bettzimmern und der damit deutlich verbesserten Möglichkeiten der Mitunterbringung von Eltern kann der Komfort für den stationären Aufenthalt in der Kinderklinik verbessert werden. Insbesondere die stationäre kinderonkologische Versorgung erfährt eine nennenswerte Aufwertung.

Die Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin wird ebenfalls in das Regiegebäude ziehen und bekommt wie geplant neue und hochmoderne Räume von der Isolation bis zur Funktionsdiagnostik und modernen Ambulanzräumen. Auch wenn die Kinderklinik mit in das neue Gebäude einzieht, bleibt die Leistungsfähigkeit der Pneumologie uneingeschränkt erhalten und kann künftig weiterhin ausgebaut werden. Der Stationsbetrieb werde 43 Betten in Ein- und Zwei-Bettzimmern umfassen - gemäß neuesten Unterbringungsstandards und einem inkludierten Isolationsbereich, erläuterte Pflegedirektor Christian Faßmann-Heins.

Sowohl die Pneumologie als auch die Kinderklinik/Kinderchirurgie werden – wie ursprünglich geplant – schließlich im Jahr 2026 im Zuge des weiteren Ausbaus des Standortes Salzdahlumer Straße in dann noch hochwertigere Räumlichkeiten umziehen können.