Die Klinik für Urologie und Uroonkologie unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Peter Hammerer hat nun erstmals einen 3-D-Laparoskopie-Turm in Betrieb genommen.

Bei der Laparoskopie (Bauchspiegelung) werden die Bauchhöhle und die darin liegenden Organe mit speziellen Stablinsen-Optiken, also starren Endoskopen, durch kleine, vom Chirurgen geschaffene Öffnungen in der Bauchdecke sichtbar gemacht. Eine erhebliche technische Weiterentwicklung stellt inzwischen die dreidimensionale hochauflösende Bildtechnik dar. 

Oberarzt Dr. Andreas Beck, Leiter Minimal-Invasive-Chirurgie, erklärt die OP-Technik folgendermaßen: „Zwei winzige Kameras, die am Kopf des 10-Millimeter-Endoskopschaftes verbaut sind, nehmen den Operationssitus auf. Die Bilder werden dann nach elektronischer Bildverarbeitung auf einem hochauflösenden 3-D-Monitor mit Benutzung einer entsprechenden 3-D-Brille vom Operateur und Assistenzpersonal gesehen.“ Der große Vorteil liege in der dreidimensionalen Betrachtung, die das Operieren zum Beispiel im geschlossenen Bauchraum, im Retroperitoneum etc. vereinfache und auch ein schnelleres Erlernen der Operationstechnik ermögliche. Demnach benutzen moderne roboterassistierte Operationstechniken diese 3-D-Videotechnik schon seit längerem.

„Die uns nun zur Verfügung stehende modernste Laparoskopie-technik verfügt als Nonplusultra über einen beweglichen Kamerakopf (ENDOEYE FLEX 3D) als weltweit einziges 3D-Laparoskop dieser Technikart“, so Dr. Beck weiter. Der Kopf könne in vier Richtungen um 100 Grad abgewinkelt werden und ermögliche dabei problemlos dynamische Bildeinstellungen im anatomisch begrenzten Operationsraum. Autofokussystem und automatische Farbkorrektur beinhalte das System ebenfalls.

Auch Chefarzt Prof. Dr. Hammerer freut sich über die neue Technik, die den Patientinnen und Patienten seiner Klinik zu Gute kommt: „Durch diese realistischere Bilddarstellung ergibt sich die Möglichkeit, komplexere Operationen an schlecht zugänglichen Körperstellen wie kleines Becken oder hinterer Bauchraum schneller und mit höherer Operationssicherheit an den uns anvertrauten Patienten durchzuführen.“